Tilray Aktie: Wichtige Vertragsabschlüsse
Tilray legt im europäischen Medizinalcannabis-Geschäft nach und treibt seine Expansion in Italien voran. Gleichzeitig bleibt das Bild bei Kursentwicklung und Zahlen gemischt – wie passt das zusammen?
Ausbau in Italien
Tilray stärkt seine Präsenz in Europa mit einem klaren Schritt in den italienischen Markt. Das Unternehmen hat den Start von „Tilray Medical Italia“ bekanntgegeben – eine strategische Umbenennung und operative Neuausrichtung der italienischen Medizinalcannabis-Sparte.
Ziel ist eine skalierbare, einheitliche Medizinplattform in Europa, einem der wichtigsten regulierten Medizinalmärkte weltweit. Konkret bedeutet das:
- Aufbau einer europaweit integrierten Struktur im Medizinalbereich
- Fokussierung auf ein wachsendes Sortiment zugelassener Cannabisprodukte in Italien
- Ausrichtung auf tiefere Marktdurchdringung über Produkte, die vom italienischen Gesundheitsministerium genehmigt sind
Damit nutzt Tilray regulatorisch etablierte Strukturen, um sein Angebot im europäischen Gesundheitssektor breiter aufzustellen.
Kurs und Kennzahlen senden gemischte Signale
Die operative Expansion spiegelt sich kurzfristig im Kurs wider. Die Aktie legte gestern um 5,3 % zu. Auf Sicht von Woche, Monat und Quartal bleibt die Bilanz jedoch schwach, der Titel steht über 90 Tage betrachtet mit rund 38,7 % im Minus.
Der jüngste Quartalsbericht unterstreicht dieses gemischte Bild. Tilray meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen neuen Rekordwert beim Nettoumsatz, gestützt vor allem durch das internationale Cannabis- und Distributionsgeschäft. Das Getränke-Segment zeigte dagegen Schwäche.
Wichtige Eckdaten aus Q2 2026:
- Umsatz: 217,5 Mio. US‑Dollar, über dem Konsens von rund 210,4 Mio. US‑Dollar
- Ergebnis je Aktie (EPS): -0,02 US‑Dollar, im Rahmen der Analystenerwartungen
- Kursentwicklung: +5,3 % an einem Tag, aber -38,7 % in den letzten 90 Tagen
- Analystenbild: Durchschnittliche Einstufung „Hold“
Die operative Dynamik im Auslandsgeschäft steht damit einem weiterhin verlustreichen Ergebnis je Aktie und einer schwachen mittelfristigen Kursbilanz gegenüber.
Strategie und Ausblick
Die Aktivitäten in Italien sind Teil der langfristigen internationalen Wachstumsstrategie. Tilray greift auf bestehende europäische Strukturen zurück, um den Ausbau in Italien effizient zu unterstützen und Synergien zu nutzen.
Parallel dazu hat das Unternehmen seine Prognose für das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2026 bestätigt. Ein zentrales Element bleibt das Auslandsgeschäft: Die internationalen Umsätze legten im jüngsten Quartal im Jahresvergleich um 36 % zu.
Für die Aktie ergibt sich damit ein Spannungsfeld aus:
- robuster Entwicklung in internationalen Cannabis- und Distributionssparten,
- Belastungen durch das Getränke-Geschäft und
- einer Kursentwicklung, die trotz kurzfristiger Erholung noch deutlich unter Druck steht.
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