Thyssenkrupp Aktie: Stimmung sinkt?
Drei Tage vor den Quartalszahlen steht der Essener Traditionskonzern an einem Scheideweg. Während die Gespräche mit dem indischen Stahlriesen Jindal Steel International offiziell bestätigt sind, soll der Zwischenbericht am 12. Februar zeigen, ob die eingeleitete Sanierung bereits erste Früchte trägt. Die Transformation ist in vollem Gang – doch die Kosten sind erheblich.
Die wichtigsten Fakten:
- Quartalszahlen: Veröffentlichung am 12. Februar 2026, 11:00 Uhr Analystenkonferenz
- Jahresprognose: Erwarteter Verlust zwischen 400 und 800 Millionen Euro
- Stahlsparte: Kapazitätsabbau auf 8,7-9 Millionen Tonnen (zuvor 11,5 Mio. Tonnen)
- Personalabbau: Rund 11.000 Stellen betroffen, keine betriebsbedingten Kündigungen geplant
- Jindal-Gespräche: Offiziell bestätigt auf Hauptversammlung Ende Januar
Sanierungstarifvertrag schafft Planbarkeit
Der im Dezember 2025 mit der IG Metall vereinbarte Tarifvertrag bildet das Fundament für die Neuaufstellung der Stahlsparte. Die Laufzeit bis September 2030 verschafft dem Management einen verbindlichen Rahmen für den massiven Umbau. Die Produktionskapazität bei Thyssenkrupp Steel Europe wird um fast ein Viertel reduziert – eine drastische Anpassung an die veränderte Marktrealität.
Der Konzern strebt dabei einen sozialverträglichen Stellenabbau an. Von den rund 93.000 Mitarbeitern im Gesamtkonzern sind etwa 11.000 Positionen von Ausgliederungen oder Abbau betroffen.
Herausfordernde Geschäftsprognose
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 rechnet das Management mit einem bereinigten EBIT zwischen 500 und 900 Millionen Euro. Beim Free Cashflow vor Übernahmen und Verkäufen erwartet Thyssenkrupp einen negativen Wert zwischen 300 und 600 Millionen Euro. Die prognostizierten Verluste resultieren maßgeblich aus den Restrukturierungsrückstellungen bei der Stahlsparte.
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Der Umsatz soll sich weitgehend stabil entwickeln – die Bandbreite reicht von minus zwei bis plus einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.
ACES 2030: Vom Konzern zur Finanzholding
Die strategische Neuausrichtung unter dem Programmnamen ACES 2030 nimmt konkrete Formen an. Alle Geschäftsbereiche sollen schrittweise verselbstständigt werden. Bei Marine Systems ist dieser Schritt bereits vollzogen: Seit Oktober 2025 ist die Sparte börsennotiert, Thyssenkrupp hält 51 Prozent.
Die Automotive Technology wurde neu strukturiert und in vier Business Units aufgeteilt. Decarbon Technologies konzentriert sich auf Wasserstoff und Dekarbonisierungslösungen, während Materials Services den Wandel zum datengetriebenen Dienstleister vollzieht. Die AG selbst soll langfristig als Finanzholding agieren.
Der Quartalsbericht am Donnerstag wird zeigen, ob die eingeschlagene Richtung operativ greift. Anleger dürften besonders auf Hinweise zur Entwicklung bei Steel Europe achten – und auf mögliche Neuigkeiten zu den Jindal-Verhandlungen.
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