Thyssenkrupp Aktie: Verkaufshammer am Wochenende!
Der Industrieriese macht ernst mit seiner radikalsten Verschlankungskur. Medienberichten zufolge ist der Verkauf der Sparte Automation Engineering an Agile Robots nun endgültig in trockenen Tüchern – ein wichtiges Signal der Handlungsfähigkeit. Doch während das Management die Bilanz poliert, braut sich an anderer Stelle Ungemach zusammen: Steuerliche Fallstricke bei der TKMS-Abspaltung und eine schwächelnde Wasserstoff-Tochter sorgen für Nervosität. Ist der aktuelle Umbau der erhoffte Befreiungsschlag oder droht Anlegern neues Chaos?
Strategische Wende oder Baustelle?
Der Verkauf an das Robotik-Unternehmen Agile Robots folgt einer klaren Logik: Weg von Randbereichen, voller Fokus auf das Kerngeschäft. Kurz vor der Veröffentlichung der Jahreszahlen bereinigt der Vorstand das Portfolio, um die Bilanz zu stärken. Auch wenn über den Kaufpreis zunächst Stillschweigen bewahrt wurde, werten Marktbeobachter diesen Schritt als Beweis dafür, dass der Konzernumbau trotz aller Widerstände voranschreitet.
Parallel dazu spitzt sich die Lage im Stahlbereich zu. Die Diskussionen der IG Metall um die sogenannte "Best-Owner"-Praxis deuten darauf hin, dass die Verhandlungen über die Zukunft der traditionsreichen Stahlsparte in die entscheidende Phase treten. Hier wird nun hart um Standortgarantien gerungen.
Steuer-Ärger und Bremsklotz Nucera
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Euphorie über die M&A-Aktivitäten wird durch zwei Faktoren gedämpft:
* Steuerfalle TKMS: Nach der Abspaltung der Marinesparte droht Anlegern laut Berichten steuerlicher Ärger. Die komplexe Einbuchung der Anteile sorgt für Verunsicherung bei Privatanlegern.
* Sorgenkind Nucera: Die Wasserstoff-Tochter musste ihren Umsatzausblick senken. Da Thyssenkrupp weiterhin Mehrheitsaktionär ist, drückt die operative Schwäche der Tochter ("Neutral"-Rating von Analysten) direkt auf die Bewertung der Muttergesellschaft.
Diese Gemengelage spiegelt sich auch im Chartbild wider. Zwar verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein massives Plus von 133,70 Prozent, doch zuletzt ging dem Titel die Puste aus. Mit einem Schlusskurs von 9,35 Euro am Freitag notiert die Aktie mittlerweile rund 29 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und kämpft knapp unterhalb der 200-Tage-Linie um Bodenbildung.
Showdown am 9. Dezember
Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich nun gebannt auf den 9. Dezember. Die Vorlage des Berichts für das Geschäftsjahr 2024/2025 dürfte die Richtung für die kommenden Monate vorgeben. Investoren erwarten dabei Antworten auf drei zentrale Fragen:
- Wie hoch fällt der Buchgewinn aus dem Verkauf an Agile Robots tatsächlich aus?
- Gibt es Klarheit zur Dividendenpolitik nach dem TKMS-Spin-off?
- Wie teuer wird die Restrukturierung im Stahlbereich?
Kurzfristig könnte der geglückte Verkauf zum Wochenstart für Impulse sorgen. Entscheidend bleibt jedoch, ob das Management am 9. Dezember überzeugend darlegen kann, dass die Transformation trotz Nucera-Gegenwind und Steuer-Thematik nachhaltig Früchte trägt.
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