Der deutsche Leitindex gerät unter die Räder. Am Dienstagmorgen rutschte der DAX auf den tiefsten Stand seit Dezember – und das ist erst der Anfang. Der Auslöser: Der eskalierende Iran-Krieg erschüttert die globalen Märkte und trifft Europa mit voller Wucht.

Ölpreis-Schock setzt Börsen unter Druck

Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen für den weltweiten Öltransport, steht im Zentrum der Krise. Die Folge: Der Ölpreis schießt in die Höhe, Spritpreise legten binnen drei Tagen um 6 bis 7 Cent pro Liter zu. Heizöl verteuerte sich noch drastischer – von unter 100 Euro auf über 123 Euro pro 100 Liter. Der Gaspreis an der Börse in Amsterdam kletterte am Dienstagmorgen um 30 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren.

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Für den DAX bedeutet das nichts Gutes. Steigende Energiekosten belasten die Margen deutscher Industrieunternehmen massiv. Gleichzeitig droht ein Inflationsschub, der die ohnehin fragile Erholung der deutschen Wirtschaft abwürgen könnte. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer warnt: Zieht sich der Krieg über Monate hin, könnte die Inflation in der Eurozone auf mindestens 3 Prozent steigen.

Europa auf Autonomie-Kurs

Parallel zur militärischen Eskalation vollzieht sich eine tektonische Verschiebung in der westlichen Weltordnung. Europa koppelt sich politisch von den USA ab – mit weitreichenden Konsequenzen für die Wirtschaft. Die Bundesregierung rechnet für 2026 mit einem Wachstum von nur einem Prozent. Ein Ölpreisanstieg um 10 Prozent würde das Potenzialwachstum laut EZB-Berechnungen um 0,2 Prozent drücken.

Doch nicht alles ist negativ. Gabriel Felbermayr, Chef des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung, sieht auch Chancen: Führt der Krieg zu einem Regimewechsel im Iran, könnte das deutsche Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent beschleunigen. Ein Land mit 90 Millionen gut ausgebildeten Einwohnern und enormem wirtschaftlichem Aufholpotenzial würde sich öffnen – eine Chance besonders für den deutschen Maschinenbau.

Kurzfristig überwiegen die Risiken aber deutlich. Der DAX spiegelt die Nervosität der Anleger wider, die zwischen Inflationssorgen, Energiepreis-Schock und geopolitischer Unsicherheit navigieren müssen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die aktuelle Korrektur nur eine Atempause ist – oder der Auftakt zu einer längeren Schwächephase.

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