Thyssenkrupp Aktie: Trugbild entlarvt!
Bei Thyssenkrupp verdichtet sich im März eine heikle Gemengelage: Mehrere Umbau-Baustellen laufen gleichzeitig, und ausgerechnet jetzt rücken operative Fristen näher. Genau diese Taktung erhöht die Unsicherheit – und sie spiegelt sich im Kurs wider. Wie schnell bekommt der Konzern die entscheidenden Einheiten auf Kurs?
Die Aktie schloss am Freitag bei 9,23 Euro (-3,23%). Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 15,30% zu Buche – ein deutliches Signal, dass Anleger die aktuelle Phase skeptisch bewerten.
Materials Services: Ende März zählt
Im Mittelpunkt der Sorgen steht die Handelssparte Materials Services. Bis Ende dieses Monats muss die Einheit operative Fortschritte liefern, denn daran knüpft das Management den nächsten strategischen Schritt Richtung Eigenständigkeit.
Laut Insidern sind mehrere Optionen möglich: ein Börsengang im Herbst 2026, ein vollständiger Verkauf oder eine Abspaltung. Dass der Konzern hier Tempo macht, ist nachvollziehbar – es geht um eine große Einheit mit 11,4 Milliarden Euro Umsatz (Geschäftsjahr 2024/25) und mehr als 15.000 Beschäftigten. Entscheidend ist aber: Ohne bessere operative Performance im laufenden zweiten Geschäftsquartal (endet Ende März) bleibt die Richtung offen.
Stahlsparte: Jindal-Prüfung, HKM-Termin – und ein BMW-Vertrag
Parallel läuft die Due Diligence mit dem indischen Interessenten Jindal Steel für die Stahlsparte. Bereits umgesetzt wurden wichtige Zwischenschritte: ein Tarifvertrag zur Stahl-Neuausrichtung (Dezember 2025) sowie ein Term Sheet mit Salzgitter (Februar 2026).
Ein konkreter Termin steht ebenfalls: Die Übertragung der HKM-Anteile an Salzgitter ist für den 1. Juni 2026 geplant. Operativ versucht die Stahlsparte zudem, Stabilität zu zeigen. Ein neuer Liefervertrag mit BMW für den iX3 ab 2026 soll das unterstreichen: BMW will ab 2026 CO₂-reduzierten bluemint® Recycling-Stahl für die Serienproduktion nutzen. Thyssenkrupp nennt dafür TÜV-Süd-verifizierte Einsparungen von 0,75 Tonnen CO₂ pro Tonne Warmband.
Grünstahl: Wasserstoff-Ausschreibung pausiert, DRI-Bau läuft weiter
Ein Dämpfer kommt aus Duisburg: Thyssenkrupp Steel hat eine Ausschreibung zur Beschaffung von grünem Wasserstoff pausiert. Begründung: Die eingereichten Preisangebote lagen „deutlich höher“ als erwartet.
Gleichzeitig hält der Konzern am Kernprojekt fest. Der Bau der Direktreduktionsanlage (DRI) in Duisburg wird fortgesetzt. Sie ist auch für Erdgasbetrieb ausgelegt, was laut Unternehmensangaben rund 50% CO₂-Reduktion gegenüber klassischen Hochöfen ermöglichen soll.
Zahlen und nächster Fixpunkt: 12. Mai
Im ersten Quartal 2025/26 meldete der Konzern 7,2 Milliarden Euro Umsatz und ein bereinigtes EBIT von 211 Millionen Euro. Restrukturierungskosten von 401 Millionen Euro bei Steel Europe drückten das Ergebnis allerdings auf einen Nettoverlust von 334 Millionen Euro.
Der nächste große Termin ist der 12. Mai 2026 (Halbjahresbericht). Dann dürfte der Markt vor allem drei Punkte messen: den Stand der Verhandlungen mit Jindal, die operativen Fortschritte bei Materials Services bis Ende März und die geplante HKM-Übertragung am 1. Juni 2026. Bis dahin bleibt der Kursanfälligkeitsfaktor klar: Der Umbau muss nicht nur geplant, sondern sichtbar umgesetzt werden – und zwar im Zeitplan.
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