Nemetschek liefert für 2025 starke vorläufige Zahlen – und doch dominiert an der Börse ein anderes Thema: Künstliche Intelligenz könnte Teile des Softwaregeschäfts unter Druck setzen. Genau diese Sorge hat UBS jetzt in eine deutlich vorsichtigere Bewertung gegossen. Wie passt das zusammen?

UBS senkt Kursziel deutlich

Die Schweizer Großbank UBS hat am 5. März ihr Kursziel für Nemetschek drastisch reduziert: von 137,50 auf 74,00 Euro. Das Rating bleibt bei „Neutral“. Als Hauptgrund nennt UBS KI-bedingte Verdrängungseffekte, die Anleger inzwischen ernst nehmen.

Laut Analyse seien nun spürbare Investitionen in KI „zwingend notwendig“. Das könnte die Margen belasten und – in geringerem Maße – auch das Wachstumstempo dämpfen. Verwundbar sieht UBS vor allem den Media-Bereich sowie das ältere Design-Portfolio.

Starke Zahlen – schwacher Kurs

Operativ lief 2025 besser als prognostiziert. Die währungsbereinigten Erlöse stiegen um 22,6% auf 1,19 Mrd. Euro. Damit übertraf Nemetschek den im Juli angehobenen Prognosekorridor von 20 bis 22% und knackte erstmals die Milliardenschwelle beim Umsatz.

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Auch das EBITDA legte überproportional zu: währungsbereinigt +28,9% auf 371,1 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag bei 31,2% und damit genau auf dem Zielwert des Managements.

An der Börse kommt das bislang nur begrenzt an. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 69,40 Euro (+1,31%). Auf 12 Monate steht dennoch ein Minus von 40,78%, seit Jahresanfang sind es -23,19%. Der Kurs liegt zudem rund 8,52% unter dem 50-Tage-Durchschnitt (75,86 Euro) – ein Hinweis, dass der kurzfristige Trend weiter nach unten zeigt.

„AI-first“ als Antwort – Termin am 19. März

Das Management reagiert offensiv auf die KI-Debatte und setzt auf eine „AI-first“-Strategie. CEO Yves Padrines erwartet, dass Nemetschek von den neuen Technologien überproportional profitieren kann und rechnet auch 2026 mit nachhaltigem, profitablem Wachstum.

Konkret wird es schon bald: Am 19. März 2026 will das Unternehmen den vollständigen Jahresfinanzbericht vorlegen. Dann dürfte sich zeigen, wie stark KI-Investitionen und Prioritäten bereits in der Planung für 2026 verankert sind – und ob der Markt dem „AI-first“-Kurs wieder mehr zutraut.

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