Thyssenkrupp Aktie: Starke Signale
Nach einem beeindruckenden Börsenjahr 2025 richten Anleger zum Jahresauftakt den Blick gespannt nach Brüssel. Neue EU-Handelsregeln könnten die Wettbewerbsposition des Duisburger Industriekonzerns gegenüber der chinesischen Konkurrenz nachhaltig verbessern. Charttechnisch ringt das Papier derweil um eine Stabilisierung auf hohem Niveau.
Die entscheidenden Faktoren zum Jahresstart:
* EU-Protektionismus: Der seit dem 1. Januar verschärfte CO2-Grenzausgleich (CBAM) verteuert Importstahl massiv.
* Strukturwandel: Die Abspaltung der Marinesparte zeigt weiterhin positive Bewertungseffekte.
* Charttechnik: Die Aktie notiert mit 9,69 Euro weiterhin über wichtigen Durchschnittslinien.
EU-Zölle als Kurstreiber
Ein zentrales Argument für den anhaltenden Optimismus im Stahlsektor ist die veränderte Handelspolitik der Europäischen Union. Marktteilnehmer setzen darauf, dass der seit Jahresbeginn greifende CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) für Importe von Schwerindustrie-Gütern seine volle Wirkung entfaltet. Diese Regelung verteuert Stahl aus Ländern mit niedrigen Umweltstandards – primär China – signifikant.
Für europäische Produzenten wie Thyssenkrupp bedeutet dies eine Stärkung der Wettbewerbsposition im Heimatmarkt. Flankiert wird diese Entwicklung von der Hoffnung auf eine konjunkturelle Belebung in Deutschland, die die Nachfrage nach Werkstoffen wieder ankurbeln könnte.
Strategische Neuaufstellung trägt Früchte
Neben den politischen Rahmenbedingungen stützt die fundamentale Neuaufstellung den Kurs. Die im Oktober 2025 vollzogene Abspaltung der Rüstungstochter TKMS (Thyssenkrupp Marine Systems) wirkt als Werttreiber nach. Durch diesen Schritt reduzierten Anleger den sogenannten "Konglomeratsabschlag".
Das Vertrauen in die Fokussierung auf zivile Kerngeschäfte spiegelt sich in der langfristigen Entwicklung wider: Auf Sicht von 12 Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von gut 142 Prozent. Zwar gab der Kurs in den letzten sieben Tagen um knapp 10 Prozent nach, doch der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt intakt.
Sektorweite Rotation
Die Bewegung bei Thyssenkrupp ist kein Einzelfall, sondern Teil einer breiteren Umschichtung in "Old Economy"-Werte. Auch Konkurrenten wie die Salzgitter AG und der Kupferproduzent Aurubis verzeichnen ein hohes Anlegerinteresse. Diese Sektorrotation verdeutlicht, dass Großinvestoren gezielt auf Unternehmen setzen, die von geopolitischen Spannungen und regionalen Schutzmaßnahmen profitieren.
Charttechnik: Konsolidierung auf hohem Niveau
Trotz der positiven Vorzeichen mahnen die technischen Indikatoren kurzfristig zur Vorsicht. Mit einem RSI von 68,2 nähert sich der Titel erneut dem überkauften Bereich. Die jüngste Korrektur der letzten Woche werten Experten als gesunde Konsolidierung nach dem parabolischen Anstieg des Vorjahres.
Entscheidend für den weiteren Verlauf ist die Verteidigung der Unterstützungszonen. Der Kurs hält sich derzeit stabil über dem 50-Tage-Durchschnitt von 9,22 Euro. Solange die Marke von 9,00 Euro nicht nachhaltig unterschritten wird, bleibt das bullische Szenario einer reindustrialisierten europäischen Stahlbranche das dominierende Narrativ am Markt.
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