Die Experten sind sich alles andere als einig. Während Stifel die The Trade Desk Aktie am 9. Januar zum „Top Pick" im Ad-Tech-Sektor kürte, haben andere Investmentbanken ihre Kursziele in dieser Woche deutlich gesenkt. Gleichzeitig ist der Leerverkaufsanteil auf über 12 Prozent gestiegen – ein Warnsignal für steigende Skepsis am Markt.

Kursziele im Sinkflug

Die jüngste Welle von Kurszielkürzungen zeigt, wie nervös Analysten geworden sind:

  • Cantor Fitzgerald reduzierte das Kursziel am 8. Januar von 52 auf 43 US-Dollar und bekräftigte „Hold"
  • Wolfe Research strich das Ziel von 60 auf 45 US-Dollar, hält aber an „Outperform" fest
  • Guggenheim senkte auf 50 US-Dollar und verwies auf zunehmenden Wettbewerbsdruck
  • RBC Capital und Evercore ISI korrigierten ebenfalls nach unten auf 80 bzw. 70 US-Dollar

Die Begründungen ähneln sich: Die „Walled Gardens" von Konkurrenten wie Amazon setzen dem Geschäftsmodell zu, der Margendruck steigt. Stifel argumentiert dagegen, der Ausverkauf sei übertrieben. Die Analysten erwarten eine Wiederbeschleunigung des Wachstums im zweiten Quartal, sobald wahlbedingte Verzerrungen verschwinden.

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Leerverkäufer erhöhen den Druck

Parallel zum Meinungsstreit der Analysten hat sich die Anzahl der Leerverkäufe deutlich erhöht. Aktuell sind etwa 12,27 Prozent der frei handelbaren Aktien leerverkauft – rund 53,73 Millionen Stück. Das deutet darauf hin, dass viele Marktteilnehmer auf weitere Kursverluste setzen oder sich gegen Volatilität absichern.

Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 35,65 US-Dollar. Ein Unterschreiten dieser Marke könnte technische Verkäufe auslösen und den Abwärtsdruck verstärken.

OpenAds-Initiative startet

Operativ setzt The Trade Desk weiter auf strategische Initiativen. Am 6. Januar gab das Unternehmen die ersten Partner für sein OpenAds-Programm bekannt. Zu den Teilnehmern gehören AccuWeather, BuzzFeed und The Guardian. Ziel ist eine transparentere und effizientere Auktionsumgebung für digitale Werbung – als Gegenentwurf zu den geschlossenen Plattformen der großen Tech-Konzerne. Bislang hat der Markt diese Fortschritte allerdings noch nicht honoriert.

Anleger zwischen zwei Szenarien

Die Situation ist vertrackt: Auf der einen Seite steht die bullische Einschätzung von Stifel, die auf eine Erholung im zweiten Quartal setzt. Auf der anderen Seite dominieren Sorgen über strukturelle Wettbewerbsrisiken die Stimmung. Die nächsten Wochen dürften zeigen, welche Sichtweise sich durchsetzt – entweder stabilisiert sich die Aktie am aktuellen Niveau oder sie rutscht unter die kritische Marke von 35 US-Dollar.

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