Elon Musk präsentierte das Terafab-Projekt am 21. März in einer spektakulären Veranstaltung in Austin — Lichtshow inklusive. Die Reaktion der Märkte fiel deutlich nüchterner aus. Seit den März-Hochs hat die Aktie rund 17 Prozent verloren, und die Ankündigung der 25-Milliarden-Dollar-Chipfabrik hat daran nichts geändert.

Was hinter Terafab steckt

Tesla plant, seine eigenen KI-Chips künftig selbst herzustellen — und damit die Abhängigkeit von externen Zulieferern wie TSMC und Samsung zu beenden. Die Fabrik entsteht nahe dem Giga Texas Campus in Austin und soll Logikverarbeitung, Speicherproduktion und fortschrittliche Chipverpackung unter einem Dach vereinen. Ziel ist die 2-Nanometer-Prozesstechnologie, der derzeit modernste verfügbare Standard.

Musk begründete den Schritt mit dem schieren Volumen: Für Millionen von Optimus-Robotern und Cybercab-Flotten reiche die Kapazität externer Foundries schlicht nicht aus — selbst im besten Fall nicht.

Die Finanzierungsfrage belastet

Genau hier liegt das Problem, das Investoren umtreibt. Die geschätzten Kosten von 20 bis 25 Milliarden Dollar für Terafab kommen zu den bereits angekündigten Kapitalausgaben von mehr als 20 Milliarden Dollar für 2026 hinzu — und sind in dieser Guidance noch nicht enthalten, wie Teslas CFO im Januar einräumte.

Der Hintergrund macht die Lage nicht einfacher: 2025 sank der Gesamtumsatz um 3 Prozent auf 94,8 Milliarden Dollar, der Automobilbereich — nach wie vor das Kerngeschäft — verlor 10 Prozent auf 69,5 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn brach um 46 Prozent auf 3,79 Milliarden Dollar ein. Der freie Cashflow lag bei 6,2 Milliarden Dollar.

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Tesla selbst hält sich eine Kapitalerhöhung explizit offen: Im 10-K-Bericht heißt es, das Unternehmen könnte entscheiden, zusätzliches Kapital aufzunehmen oder alternative Finanzierungsquellen zu erschließen. Die letzte Kapitalerhöhung liegt mehr als fünf Jahre zurück.

Analysten skeptisch bei Umsetzung

Morgan Stanley-Analyst Andrew Percoco, der die Aktie mit „Hold" und einem Kursziel von 415 Dollar bewertet, bezeichnete Terafab als „Herkulesaufgabe" und schätzt die Gesamtkosten auf 35 bis 40 Milliarden Dollar. Selbst im optimistischen Szenario rechnet er nicht vor 2028 mit tatsächlicher Chipproduktion.

Der Konsens von 43 Analysten lautet ebenfalls „Hold", mit einem mittleren Kursziel von 408 Dollar — was auf Basis der aktuellen Kurse nur begrenztes Aufwärtspotenzial signalisiert. Die Meinungen sind dabei weit gestreut: 15 „Strong Buy"- stehen neun „Strong Sell"-Einstufungen gegenüber.

Musk betonte, Tesla werde in der Zwischenzeit weiter Chips von Nvidia kaufen. Terafab ist eine langfristige Wette auf Unabhängigkeit — nicht die Lösung für die nächsten Quartale. Wie Tesla die Finanzierung konkret strukturieren will, dürfte spätestens beim Q1-Bericht 2026 klarer werden.

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