Tesla Aktie: Chip-Fabrik vor dem Start
Am 21. März 2026 soll das Terafab-Projekt offiziell anlaufen — Teslas Versuch, eigene Halbleiter für KI und autonomes Fahren in großem Maßstab selbst herzustellen. Elon Musk hatte den Termin am 14. März auf X angekündigt. Was genau an diesem Tag passiert, ist noch offen. Klar ist: Die strategische Tragweite des Projekts ist enorm.
Was Terafab leisten soll
Bereits auf dem Earnings Call im Januar hatte Tesla das Vorhaben bestätigt. Musk begründete es mit einer drohenden Chip-Versorgungslücke, die er in drei bis vier Jahren erwartet — selbst wenn externe Lieferanten wie TSMC maximal liefern. Die Lösung: eine eigene Fab, die zwischen 100 und 200 Milliarden KI- und Speicherchips pro Jahr produzieren soll, mit einem Ziel von einer Million Wafer-Starts pro Monat. Zum Vergleich: Das entspräche rund 70 Prozent der aktuellen Gesamtkapazität von TSMC — in einer einzigen Anlage in den USA.
Geplant ist der Einsatz von 2-Nanometer-Prozesstechnologie, dem derzeit fortschrittlichsten kommerziell verfügbaren Fertigungsverfahren. Teslas fünfte KI-Chip-Generation, AI5, soll zu den ersten Produkten gehören, die in Terafab hergestellt werden — Kleinserienproduktion ab 2026, Volumenproduktion ab 2027.
Ein ungewöhnliches Konstruktionsmerkmal: Die Anlage verzichtet auf klassische Reinräume. Stattdessen werden die Wafer selbst von Umgebungseinflüssen isoliert, was den Betrieb erheblich vereinfachen und die Kosten senken soll.
Milliarden-Einsatz mit offenem Ausgang
Das finanzielle Gewicht des Projekts ist beträchtlich. Tesla plant für 2026 ohnehin Investitionen von über 20 Milliarden Dollar — mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Die Kosten für Terafab, geschätzt auf rund 25 Milliarden Dollar, sind in dieser Zahl noch nicht vollständig enthalten. CFO Vaibhav Taneja deutete an, dass Tesla zur Finanzierung möglicherweise Fremdkapital aufnehmen wird.
Reicht die Bilanz dafür? Teslas Nettogewinn im vierten Quartal 2025 lag bei nur 840 Millionen Dollar — ein Rückgang von 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz schrumpfte im letzten Quartal um drei Prozent. Die Marktkapitalisierung beläuft sich dennoch auf rund 1,5 Billionen Dollar, was die hohen Erwartungen an das KI- und Autonomie-Geschäft widerspiegelt.
Auf der Absatzseite gibt es zumindest Lichtblicke: In China stiegen die Verkäufe in den ersten beiden Monaten 2026 um mehr als 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Europa legte Tesla im Februar um zehn Prozent zu — allerdings überholte BYD mit 18.242 Neuzulassungen allein im Januar bereits die Tesla-Zahlen und wächst in Europa mit 165 Prozent deutlich schneller.
Skepsis aus der Branche
Die Halbleiterindustrie beobachtet Teslas Ambitionen mit Zurückhaltung. TSMC hat Jahrzehnte gebraucht, um seine Fertigungskompetenz aufzubauen. Intel kämpft trotz hunderter Milliarden Dollar Investitionen und tausender erfahrener Ingenieure seit Jahren darum, den Anschluss zu halten. Samsung hinkt TSMC bei Ausbeuten in fortschrittlichen Fertigungsknoten weiterhin hinterher.
Tesla startet ohne jede Erfahrung in der Halbleiterfertigung — und will direkt die weltgrößte 2-nm-Fab betreiben. Branchenbeobachter verweisen zudem auf Musks Tendenz zu optimistischen Zeitplänen. Sollte es bei Fahrzeugproduktion, Optimus oder anderen KI-Projekten zu Verzögerungen kommen, könnte auch der Druck für eigene Chips nachlassen.
Der 21. März markiert den Beginn eines der ambitioniertesten Industrieprojekte, die Tesla je angekündigt hat. Ob es sich um eine echte Zäsur handelt oder um den Auftakt eines langen, holprigen Weges, wird sich an der Umsetzung in den kommenden Jahren entscheiden — nicht am Starttermin.
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