Tesla Aktie: Morgan Stanley dreht
Morgan Stanley zieht die Reißleine. Nach über zwei Jahren optimistischer Einschätzung hat die Wall-Street-Bank ihre Empfehlung für Tesla von "Overweight" auf "Equal Weight" herabgestuft. Analyst Andrew Percoco begründet den Schritt mit der aktuellen Bewertung: Die hohen Erwartungen seien bereits eingepreist, das Risiko-Rendite-Verhältnis habe sich verschoben. Für eine Aktie, die 2025 bislang deutlich hinter dem breiten Markt zurückbleibt, ist das ein weiterer Dämpfer.
Bewertung lässt wenig Spielraum
Percoco hebt das Kursziel zwar leicht auf 425 US-Dollar an, doch die zentrale Botschaft ist eine andere: Tesla handelt bereits beim Rund-30-Fachen des für 2030 geschätzten EBITDA. Ein Bewertungsniveau, das kaum Raum für Enttäuschungen lässt. Zudem erwartet Morgan Stanley für 2026 ein Auslieferungsvolumen, das 13 Prozent unter dem Konsens liegt. Die Bank rechnet mit einem "unruhigen Handelsumfeld" in den kommenden zwölf Monaten.
Die wichtigsten Punkte der Analyse:
- Herabstufung von "Overweight" auf "Equal Weight"
- Kursziel bei 425 US-Dollar
- Prognose für 2026 deutlich unter Konsens
- Katalysatoren außerhalb des Autogeschäfts bereits eingepreist
- Risiken bei Robotaxi-Einführung und autonomem Fahren
Operative Herausforderungen bleiben
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Teslas operative Marge ist von 16,8 Prozent auf unter 5 Prozent gefallen. Der Umsatz stagniert, über die vergangenen zwölf Monate liegt er 2,1 Prozent unter Vorjahr. In den ersten neun Monaten 2025 lieferte Tesla 1,22 Millionen Fahrzeuge aus – für positives Jahreswachstum ist ein starkes Schlussquartal nötig.
Die Aktie schwankt heftig: Nach dem Allzeithoch von knapp 489 US-Dollar im Dezember 2024 folgte ein Absturz auf 214 US-Dollar im April 2025. Seitdem hat sich der Kurs zwar erholt, doch die fundamentalen Fragezeichen bleiben.
Regulatorischer Gegenwind bei FSD
Zusätzlicher Druck kommt von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, die Teslas Full Self-Driving-Software weiter untersucht. Über 50 Berichte über Rotlichtverstöße und Fahrspurwechsel ins Gegenverkehr liegen vor. CEO Elon Musks jüngste Kommentare, die neueste FSD-Version erlaube das Schreiben von Nachrichten während der Fahrt, sorgten für zusätzliche Irritationen – in den meisten US-Bundesstaaten ist genau das illegal.
Morgan Stanley sieht zudem Risiken in Teslas kamerabasiertem Ansatz für autonomes Fahren, der sich von der LiDAR-Technologie vieler Wettbewerber unterscheidet. Von 47 Analysten stufen mittlerweile zehn die Aktie mit "Sell" oder "Strong Sell" ein. Das durchschnittliche Kursziel von 393 US-Dollar liegt unter dem aktuellen Niveau. Am Mittwoch folgen neue Auslieferungszahlen für das vierte Quartal – sie könnten Klarheit bringen, ob Tesla die Jahresprognose noch erreicht.
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