Tesla Aktie: Lichtblick in Europa
Nach 13 Monaten der Talfahrt sendet der europäische Markt wieder positive Signale für den US-Autobauer. Steigende Zulassungszahlen und Fortschritte bei der Zertifizierung der autonomen Fahrsoftware sorgen zur Wochenmitte für Aufatmen unter den Anlegern. Allerdings trübt ein genauerer Blick auf die erstarkte chinesische Konkurrenz und sinkende globale Auslieferungsprognosen das Gesamtbild.
Ende der Durststrecke
Verantwortlich für die verbesserte Stimmung sind die jüngsten Daten des europäischen Branchenverbands ACEA. Im Februar verzeichnete das Unternehmen in der EU, Großbritannien und den EFTA-Staaten ein Zulassungsplus von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Isoliert betrachtet wuchs der EU-Markt sogar um 29,1 Prozent auf 13.740 Einheiten. Auf Länderebene zeigen sich teils massive Zuwächse:
- Frankreich: 3.715 Zulassungen (+55 Prozent zum Vorjahr)
- Norwegen: 1.210 Einheiten (+75,6 Prozent)
- Spanien: Zuwachs von 74 Prozent
- Deutschland: Plus von 59 Prozent
Dieser Aufschwung relativiert sich bei genauerer Betrachtung der Vergleichsbasis. Im ersten Quartal 2025 waren die europäischen Verkäufe aufgrund der Produktionsumstellung auf das überarbeitete Model Y stark eingebrochen. Gleichzeitig wächst der Druck durch asiatische Hersteller rasant. Der chinesische Rivale BYD steigerte seine europäischen Zulassungen im Februar um beeindruckende 162 Prozent auf fast 18.000 Fahrzeuge und überholte damit das US-Unternehmen in absoluten Zahlen.
Fortschritte bei der Software-Zulassung
Neben den Verkaufszahlen liefert die Software-Sparte neue Impulse. Die europäische Niederlassung hat die finalen Fahrzeugtests für das Assistenzsystem FSD (Supervised) in den Niederlanden abgeschlossen. Dafür absolvierten die Testfahrzeuge über 1,6 Millionen Kilometer auf europäischen Straßen.
Obwohl sich das erwartete Zulassungsdatum durch die niederländische Behörde RDW vom 20. März auf den 10. April verschoben hat, rückt eine Markteinführung näher. Gibt die RDW grünes Licht, rechnet das Management mit einer EU-weiten Freigabe bis zum Sommer 2026. Diese Aussichten stützten den Kurs, der heute um 1,78 Prozent auf 338,25 Euro kletterte.
Globale Herausforderungen bleiben
Trotz der regionalen Erfolge in Europa stehen die anstehenden globalen Auslieferungszahlen für das erste Quartal unter keinem guten Stern. Analysten der UBS senkten kürzlich ihre Schätzungen auf rund 345.000 Einheiten. Das entspräche einem Rückgang von 18 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, begründet durch eine schwächere Nachfrage in den Kernmärkten USA und China.
Erschwerend kommt hinzu, dass interne Daten auf einen Vertrauensverlust der Marke im Vergleich zu etablierten Herstellern wie Toyota oder Honda hindeuten. Am 28. April 2026 wird das Unternehmen seine Quartalszahlen vorlegen und damit konkrete Fakten zur aktuellen Ertragslage sowie den globalen Margen liefern.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 25. März liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








