Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erhöht den Druck auf Tesla spürbar. Nur wenige Wochen vor den wichtigen Quartalszahlen rückt ein möglicher Rückruf von 3,2 Millionen Fahrzeugen in greifbare Nähe. Während das Unternehmen seine hohe Bewertung auf die Vision des autonomen Fahrens stützt, offenbart das rein kamerabasierte System bei schlechter Sicht offenbar gefährliche Schwächen.

Schwächen bei Tesla Vision

Die NHTSA hat ihre Untersuchung des „Full Self-Driving“-Systems (FSD) offiziell auf eine technische Analyse hochgestuft. Dies ist der letzte formale Schritt, bevor die Behörde einen landesweiten Rückruf anordnen kann. Im Zentrum der Ermittlungen steht die Entscheidung aus dem Jahr 2021, Radar-Sensoren auszubauen und sich bei der Umgebungserfassung ausschließlich auf Kameras zu verlassen.

Bei eingeschränkter Sicht durch Nebel, Staub oder starke Blendung scheint dieses „Tesla Vision“-System an seine Grenzen zu stoßen. Die Behörde prüft derzeit neun Unfälle, darunter einen mit tödlichem Ausgang. Die Software erkannte die Hindernisse in diesen Fällen gar nicht oder warnte den Fahrer erst unmittelbar vor dem Aufprall. Eigene Analysen des Autobauers ergaben, dass ein kürzlich aufgespieltes Software-Update nur bei drei dieser neun Vorfälle geholfen hätte.

Ein teures Hardware-Problem

Kurzfristig dürfte das Unternehmen versuchen, die FSD-Funktionen bei schlechtem Wetter über ein drahtloses Software-Update einzuschränken. Sollte die NHTSA jedoch einen physischen Rückruf fordern, droht eine enorme logistische Herausforderung. Millionen Fahrzeuge müssten nachträglich mit Radar- oder LiDAR-Sensoren ausgestattet werden. Ein solches Szenario würde Milliarden kosten und die geplante Einführung der Robotaxi-Flotte massiv verzögern. Da die Investmentstory stark an genau dieser autonomen Zukunft hängt, trifft die Untersuchung den Kern des Geschäftsmodells.

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Schwache Auslieferungen belasten zusätzlich

Zu den regulatorischen Sorgen gesellt sich ein schwächelndes operatives Geschäft. Analysten der UBS senkten kürzlich ihre Schätzungen für das erste Quartal und rechnen nun mit rund 345.000 ausgelieferten Fahrzeugen – ein Rückgang von 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Als Grund nennen die Experten eine nachlassende Nachfrage nach Elektroautos in den Kernmärkten USA und China.

Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der seit Jahresbeginn bereits knapp 11 Prozent eingebüßt hat und gestern bei 333,85 Euro schloss. Auch der operative Gewinn nach Steuern (NOPAT) brach zuletzt im Jahresvergleich um 35 Prozent ein, parallel zu sinkenden Umsätzen in der Autosparte.

Am 28. April 2026 wird Tesla seine Zahlen für das erste Quartal vorlegen, bei denen neben den Auslieferungen vor allem die Margen im Fokus stehen. Die regulatorische Unsicherheit rund um den Autopiloten wird sich hingegen nicht so schnell auflösen: Eine technische Analyse der NHTSA nimmt in der Regel bis zu 18 Monate in Anspruch und dürfte die Aktie in dieser Zeit weiter begleiten.

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