Teslas Autonomes-Fahren-Ambitionen geraten von zwei Seiten gleichzeitig unter Druck. In den USA eskaliert die Verkehrsbehörde NHTSA ihre Untersuchung auf die letzte Stufe vor einem möglichen Rückruf — und in Europa verschiebt sich die lang erwartete Zulassung erneut.

NHTSA erhöht den Druck

Am 18. März stufte die NHTSA ihre Untersuchung des FSD-Systems auf eine sogenannte „Engineering Analysis" hoch — die letzte formale Prüfstufe, bevor die Behörde einen landesweiten Sicherheitsrückruf anordnen kann. Betroffen wären rund 3,2 Millionen Fahrzeuge der Modellreihen S, X, 3, Y und Cybertruck.

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Im Kern geht es um ein konkretes Problem: FSD erkennt offenbar nicht zuverlässig, wenn Kameras durch Sonneneinstrahlung, Staub oder Nebel geblendet werden — und warnt Fahrer entsprechend nicht. Neun Vorfälle sind mit diesem Defekt verknüpft, darunter ein tödlicher Unfall. Zudem prüft die NHTSA, ob Tesla entsprechende Unfälle systematisch untermeldet.

Es ist bereits die dritte parallele Bundesuntersuchung zu FSD. Zwei weitere laufen bereits — eine zu Verkehrsverstößen wie dem Überfahren roter Ampeln, eine weitere zu Teslas Unfallmeldepraktiken.

Europa: Zulassung wieder verschoben

Auf der anderen Seite des Atlantiks läuft es kaum besser. Teslas europäische Einheit hat nach eigenen Angaben alle Fahrzeugtests für FSD (Supervised) mit der niederländischen Zulassungsbehörde RDW abgeschlossen und die vollständige Dokumentation eingereicht. Trotzdem verschob sich das erwartete Genehmigungsdatum von ursprünglich 20. März auf nun 10. April — die RDW prüft die Unterlagen noch intern.

Tesla verweist auf beachtliche Testzahlen: über 1,6 Millionen Kilometer auf EU-Straßen, mehr als 13.000 Mitfahrten mit Kunden und über 4.500 Testszenarien auf Teststrecken. Die Behörde lässt sich davon bislang nicht beschleunigen.

Selbst eine niederländische Genehmigung würde nicht automatisch für andere EU-Staaten gelten. Deutschland, Frankreich und Spanien führen jeweils eigene Zertifizierungsverfahren durch. Eine EU-weite Zulassung erwartet Tesla frühestens im Sommer 2026.

Ein Muster wiederholt sich

Die Verzögerung ist kein Einzelfall. Im November 2025 dementierte die RDW öffentlich Teslas Behauptung einer zugesagten Genehmigung. Beaufsichtigte Testfahrten auf öffentlichen Straßen begannen erst Anfang 2026 — nach monatelangen regulatorischen Reibungen. Kein einziger selbst gesetzter europäischer FSD-Termin wurde bislang eingehalten.

Das trifft Tesla in einem Markt, der ohnehin schwächelt: Die Zulassungszahlen brachen 2025 um 27,8 Prozent ein, und der Rückgang setzt sich 2026 fort.

Die Tesla-Aktie hat seit ihrem Hoch Mitte Dezember 2025 bei 416,90 Euro rund 23 Prozent verloren. Das Narrativ vom autonomen Fahren als zentralem Werttreiber — Stichwort Robotaxi-Flotte — bekommt mit jeder neuen Untersuchung weitere Risse. Ob die Niederlands-Zulassung am 10. April tatsächlich kommt, wird der nächste Stresstest für dieses Versprechen sein.

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