Tesla Aktie: Autonomie im Fokus
Bank of America traut Tesla wieder mehr zu – und stellt dabei nicht das klassische Autogeschäft in den Vordergrund, sondern Autonomie, Robotaxis und KI. Gleichzeitig rückt ein unangenehmer Termin näher: Schon Anfang nächster Woche muss Tesla wichtige Unfall-Daten bei der US-Verkehrssicherheitsbehörde einreichen. Genau dieser Spagat prägt die aktuelle Story.
Bank of America setzt auf Robotaxi-Fantasie
Bank of America nimmt die Beobachtung wieder auf und startet mit „Buy“ sowie einem Kursziel von 460 US-Dollar. Analyst Alexander Perry sieht Tesla aktuell als führend beim autonomen Fahren und erwartet, dass das Unternehmen wegen Skalierungsvorteilen schnell auch bei Robotaxi-Diensten eine Spitzenrolle einnehmen könnte.
Zentral ist dabei Teslas Ansatz, weitgehend auf Kameras statt teurer Multi-Sensor-Systeme zu setzen. Das gilt als technisch anspruchsvoll, kann aber deutlich günstiger sein. BofA argumentiert: Wenn Tesla das in großem Maßstab zuverlässig hinbekommt, könnte das die Profitabilität gegenüber Robotaxi-Konkurrenten stützen. Entsprechend hoch fällt die Gewichtung aus: Robotaxis sollen rund 52% der Bewertung ausmachen.
Ein weiterer Pfeiler bleibt die Full-Self-Driving-Software (FSD). Laut BofA ist FSD die führende „Consumer“-Lösung im Bereich Autonomie, gestützt durch 1,1 Millionen Abonnements. Die Bank rechnet damit, dass die Nutzung zunimmt, wenn Tesla das Angebot schrittweise in Richtung höherer Autonomiegrade optimiert.
Auch abseits des Kerngeschäfts sieht BofA zusätzliche Werttreiber: Der humanoide Roboter Optimus wird in der Analyse mit über 30 Mrd. US-Dollar veranschlagt, die Energiesparte mit 90 Mrd. US-Dollar. Für Optimus wird ein V3-Update noch in diesem Quartal erwartet, ein Produktionsstart ist bis Jahresende angepeilt.
Regulierungsdruck: Deadline am 9. März
So optimistisch die Autonomie-These klingt – kurzfristig entscheidet auch die Regulierung mit. Die NHTSA hat Tesla bis 9. März 2026 Zeit gegeben, umfassende, unfallbezogene Unterlagen zur FSD-Verkehrsverstoß-Untersuchung zu liefern. Dazu zählen laut Bericht unter anderem Video-Material, EDR-Daten und CAN-Bus-Dateien. Es ist bereits die zweite Fristverlängerung.
Brisant: Tesla habe seit Start im Juni 2025 14 Vorfälle im Zusammenhang mit Robotaxis gemeldet (mit „unsupervised“ FSD). Damit steht nicht nur die Technik, sondern auch das Tempo der Robotaxi-Ausweitung unter genauer Beobachtung. Was passiert, wenn Tesla die Anforderungen der Behörde nicht überzeugend erfüllt? Dann könnte das die geplante Expansion bremsen – und damit ausgerechnet jenen Bereich treffen, den BofA als größten Bewertungsbaustein sieht.
Europa: Erholungssignale – aber strukturelle Bremse
In Europa gab es im Februar laut Bericht in einzelnen Märkten wie Frankreich, Norwegen und Spanien Anzeichen einer Stabilisierung, unter anderem dank Produktanpassungen und günstiger positionierten Varianten von Model 3 und Model Y. Trotzdem bleibt das Umfeld schwierig: Die europäischen Zulassungen seien 48% unter Vorjahr gelegen.
Zusätzlich droht ein finanzieller Gegenwind ab 2026. Tesla führt einen europäischen CO₂-Emissionspool – doch Toyota und Stellantis sollen diesen verlassen. Damit könnte eine bislang attraktive Einnahmequelle spürbar kleiner werden.
Am Markt ist davon bislang nur wenig Bewegung zu sehen: Die Tesla-Aktie notiert heute bei 348,95 €.
Zum Kalender: In den nächsten zwei Wochen schauen Anleger vor allem auf zwei konkrete Termine – 9. März (NHTSA-Datenabgabe) und 20. März 2026, bis zu dem laut Bericht eine EU-Zulassung von FSD (Supervised) in den Niederlanden ein Startpunkt sein könnte. Beide Ereignisse dürften kurzfristig stärker prägen als jedes neue Kursziel.
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