Plug Power hat im vierten Quartal 2025 erstmals seit Jahren eine positive Bruttomarge erzielt und die Umsatzerwartungen übertroffen. Die Aktie reagierte mit einer dreitägigen Rally – doch hält der Turnaround, was das neue Management verspricht?

Zahlen überzeugen – vorerst

Das Unternehmen legte am 2. März 2026 Ergebnisse vor, die aufhorchen lassen. Der Jahresumsatz 2025 kletterte um 12,9 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar. Im vierten Quartal allein erreichte Plug Power 225,2 Millionen Dollar – ein Plus von 17,6 Prozent zum Vorjahr und 27,2 Prozent zum Vorquartal.

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Wall Street hatte mit einem Verlust von 0,10 Dollar je Aktie bei 217 Millionen Dollar Umsatz gerechnet. Tatsächlich belief sich der bereinigte Verlust auf nur 0,06 Dollar bei höheren Erlösen. Der entscheidende Durchbruch aber war die Bruttomarge: Mit 2,4 Prozent rutschte sie erstmals seit mehreren Jahren ins Plus – nach minus 122,5 Prozent im Vorjahresquartal.

Neuer CEO mit klarem Fahrplan

Zeitgleich übernahm Jose Luis Crespo die Position des CEO. Der bisherige President und Chief Revenue Officer bringt über ein Jahrzehnt Erfahrung im Wasserstoffsektor mit und hat maßgeblich an der Entwicklung einer milliardenschweren Vertriebspipeline mitgewirkt. Seine Expertise in europäischen Märkten gilt als Vorteil für die internationale Expansion.

Das Führungsteam stellte konkrete Profitabilitätsziele vor: positives EBITDAS im vierten Quartal 2026, positives operatives Ergebnis Ende 2027 und Gesamtprofitabilität Ende 2028. Grundlage dafür ist "Project Quantum Leap" – ein Restrukturierungsprogramm mit Kostenkürzungen, Preisanpassungen und optimiertem Working Capital.

Elektrolyseur-Sparte zeigt Stärke

Das Geschäft mit Elektrolyseuren entwickelt sich zum Wachstumstreiber. 2025 erzielte Plug Power hier einen Rekordumsatz von 187 Millionen Dollar. Die globale Vertriebspipeline umfasst rund acht Milliarden Dollar an potenziellen Projekten.

Konkrete Erfolge verzeichnete das Unternehmen in Europa: Carlton Power beauftragte Plug mit der Lieferung und Wartung von 55 Megawatt GenEco-Elektrolyseuren für drei britische Wasserstoffprojekte. In Portugal ging eine 100-Megawatt-Anlage in der GALP-Raffinerie in Sines in Betrieb.

Skepsis bleibt bestehen

Trotz der Rally zeigen sich Analysten zurückhaltend. Wells Fargo erhöhte das Kursziel zwar um 33 Prozent auf zwei Dollar – bei einem Aktienkurs von aktuell 2,11 Euro liegt dieser Wert jedoch noch unterhalb der aktuellen Notierung. Das Umsatzwachstum für 2026 wird mit 13 Prozent angegeben, deutlich unter den Markterwartungen.

Die Liquiditätslage hat sich durch eine Umschuldung stabilisiert. Ende 2025 verfügte Plug Power über 368,5 Millionen Dollar an ungebundenem Kapital. Geplante Vermögensveräußerungen sollen 2026 weitere 275 Millionen Dollar beisteuern – genug, um das Jahr ohne Kapitalerhöhung zu überstehen.

Der 2. März markierte den Auftakt zu einem bemerkenswerten Kursanstieg von über 23 Prozent. In den Folgetagen setzte sich die Aufwärtsbewegung fort. Ob daraus eine nachhaltige Erholung wird, hängt davon ab, ob das Management die selbst gesteckten Meilensteine tatsächlich erreicht. Die hohe Short-Quote zeigt: Viele Investoren bleiben skeptisch.

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