Almonty Aktie: Höhenflug
Almonty profitiert von einer spürbaren Neuordnung im Markt für kritische Rohstoffe. Mehrere Faktoren treffen gleichzeitig zusammen: ein enger werdendes Wolfram-Angebot, operative Fortschritte bei der Schlüsselmine Sangdong, deutliche Kurszielanhebungen und stark steigendes institutionelles Interesse. Doch worauf stützt sich die Neubewertung konkret?
Wolfram-Markt: China dreht zu
China, dem laut Bericht rund 75 bis 80% des weltweiten Angebots zugerechnet werden, verschärfte Ende 2025 die Exportbeschränkungen deutlich. BMO Capital Markets schrieb, dass bestimmte chinesische Wolfram-Exporte in dieser Phase zeitweise komplett zum Stillstand kamen.
Zusammen mit einer kräftig anziehenden Nachfrage ließ das den Wolframpreis 2025 um mehr als 160% steigen. In den ersten Wochen 2026 setzten sich die Preiszuwächse fort. CEO Lewis Black sprach von einer „realen, legitimen Angebotsknappheit“ und betonte, Wolfram verhalte sich preislich erstmals seit Jahrzehnten unabhängiger von früheren Steuerungsmechanismen – Kunden akzeptierten die höheren Kosten derzeit.
Sangdong: Letzte Schritte vor Kommerzstart
Almonty meldete die erfolgreiche Anlieferung der ersten Lkw-Ladung Erz auf das ROM-Pad (Run-of-Mine) der Sangdong-Mine. Damit geht das Projekt nach Unternehmensangaben vom Entwicklungsstadium in den aktiven Minenbetrieb über – und erreicht den letzten Schritt vor dem Start der kommerziellen Produktion.
Die Lagerstätte in der nordöstlichen Provinz Gangwon gilt laut Text als eine der größten Wolframressourcen weltweit, zudem mit hoher Erzqualität. Die Reserven werden mit 7,9 Mio. Tonnen bei durchschnittlich 0,47% Wolframoxid (WO₃) angegeben, entsprechend 3,7 Mio. enthaltenen Metric Ton Units.
In der ersten Phase soll Sangdong rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr verarbeiten, in einer zweiten 1,2 Mio. Tonnen. Bei voller Auslastung könnte die Mine laut Bericht mehr als 80% der globalen Wolframproduktion außerhalb Chinas liefern – vor dem Hintergrund jüngster US-Beschaffungsverbote im Verteidigungsbereich und chinesischer Exportrestriktionen ein zentraler Punkt der Investmentstory.
Als Ergänzung skizzierte Black die „Korean Trinity“: Sangdong, eine geplante Wolframoxid-Anlage und die Entwicklung eines Molybdän-Vorkommens sollen eine integrierte Wertschöpfungskette bilden. Das Sangdong-Molybdänprojekt ist laut Text vollständig genehmigt, soll bis Ende 2026 produzieren und bei voller Kapazität rund 5.600 Tonnen Molybdän pro Jahr liefern; die geplante Minenlaufzeit wird mit 60 Jahren angegeben.
Analysten ziehen nach – Fonds ebenfalls
Die Neubewertung an der Wall Street fiel im Bericht deutlich aus. Couloir Capital erhöhte den Fair-Value-Ansatz von 7,69 auf 19,30 CAD (plus über 150%) und verwies auf eine deutlich höhere langfristige Wolfram-Preisannahme sowie ein anhaltendes Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage. DA Davidson hob das Kursziel von 12 auf 18 US-Dollar an und vergab ein „Buy“. B. Riley Financial erhöhte von 10 auf 17 US-Dollar, ebenfalls mit „Buy“. Oppenheimer stufte die Aktie im Februar 2026 ebenfalls mit „Buy“ ein.
Parallel nahm das institutionelle Engagement laut Text stark zu: VanEck baute die Position im vierten Quartal um 13.294,7% aus und hielt danach 11.239.482 Aktien im Wert von rund 99 Mio. US-Dollar. Encompass Capital Advisors meldete eine neue Position über 25,62 Mio. US-Dollar, Next Century Growth Investors eine neue Position über 16,35 Mio. US-Dollar. Die Zahl der Fonds mit Positionen stieg im letzten Quartal um über 55% auf 107.
Auch an der Börse zeigte sich die Dynamik: Am Montag legte die Aktie im Tagesverlauf um 11,3% zu und erreichte in der Spitze 20,63 US-Dollar (zuletzt 20,47 US-Dollar). Das Handelsvolumen lag bei mehr als 4,8 Mio. Aktien und damit rund 6% über dem durchschnittlichen Tagesvolumen von 4.625.917 Stück. Zuvor war im Wochenverlauf ein neues 52-Wochen-Hoch von 23,67 CAD erreicht worden. Zum 3. März lag der Kurs bei 19,35 US-Dollar, ein Wochenplus von 16,71%; die Marktkapitalisierung wurde mit rund 4,35 Mrd. US-Dollar beziffert.
USA und Europa: Portfolio wächst
In den USA übernahm Almonty 100% am Gentung-Browns-Lake-Wolframprojekt in Montana und bezeichnete es als fortgeschrittenes, noch nicht entwickeltes Asset zur Stärkung der heimischen Versorgung. Produktionsbereitschaft peilt das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte 2026 an; als mögliches zukünftiges Output-Potenzial werden 140.000 MTUs genannt.
In Portugal startete Almonty in der Panasqueira-Mine ein groß angelegtes Bohrprogramm. Ziel ist, die Minenplanung für eine neue Produktionsebene zu definieren und mögliche Erhöhungen der Jahresproduktion sowie eine längere Minenlaufzeit zu unterstützen.
Finanziell verwies der Bericht auf eine aufgestockte, gezeichnete Kapitalmaßnahme inklusive vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption. Der Bruttoerlös lag bei 129.375.000 US-Dollar und soll die Entwicklung des multi-kontinentalen Portfolios beschleunigen.
Am 19. März legt Almonty die Quartalszahlen vor – der Termin gilt im Bericht als nächster wichtiger Prüfstein, weil er erstmals greifbare Finanzdaten zum Zusammenspiel aus höheren Wolframpreisen und dem laufenden Hochlauf in Sangdong liefern soll. Zudem stellte das Unternehmen am 3. März auf der PDAC 2026 in Toronto nach dem Start des aktiven Minenbetriebs in Sangdong und der frischen Finanzierung seine Pläne vor. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf bleibt laut Text, ob der Produktionshochlauf 2026 reibungslos verläuft und die anvisierten Mengen erreicht.
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