Die TeamViewer-Aktie hat turbulente zwölf Monate hinter sich, in denen sich der Börsenwert mehr als halbiert hat. Kurz vor der Veröffentlichung der endgültigen Jahreszahlen notiert das Papier mit 5,58 Euro bedrohlich nahe am 52-Wochen-Tief. Während das Management auf operative Fortschritte verweist, bleiben die Anleger skeptisch. Können die detaillierten Ergebnisse am kommenden Dienstag das Vertrauen zurückbringen?

Die wichtigsten Fakten:

  • Termin: Veröffentlichung der Q4- und Gesamtjahreszahlen am 10. Februar 2026.
  • Kursentwicklung: -51,18 % auf Sicht von 12 Monaten.
  • Umsatz 2025 (vorläufig): ca. 767 Mio. Euro (Pro-forma).
  • Marge: Bereinigte EBITDA-Marge bei rund 44 % erwartet.

Bestätigte Prognose trifft auf Marktskepsis

Bereits am 9. Januar gab der Göppinger Softwareanbieter im Rahmen eines Trading-Updates Entwarnung für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die selbst gesteckten Ziele wurden erreicht. Der vorläufige Pro-forma-Umsatz stieg währungsbereinigt um 5 Prozent auf etwa 767 Mio. Euro. Auch die Profitabilität bleibt mit einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 44 Prozent stabil auf hohem Niveau.

Trotz dieser soliden Eckdaten verharrt der Aktienkurs im Keller. Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleiben Währungseffekte. Der starke Euro drückte auf die berichteten Zahlen; ohne diese Wechselkursschwankungen hätte die Performance laut Unternehmensangaben sogar über den Erwartungen gelegen.

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Hoffnungsträger Enterprise-Geschäft

Ein Lichtblick in den vorläufigen Daten war die Entwicklung im Großkundensegment (Enterprise). Hier scheint die Strategie des Managements allmählich zu greifen. Im vierten Quartal beschleunigte sich das Wachstum der inkrementellen jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) auf ca. 11 Mio. Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Durchschnitt der vorangegangenen Quartale.

Besonders die Integration der 2024 übernommenen Firma 1E zeigt Fortschritte und trug im Schlussquartal zu einem sequenziellen Wachstum bei. Auch zwei größere Vertragsabschlüsse mit einem Gesamtvolumen von rund 10 Mio. Euro unterstreichen, dass TeamViewer im Enterprise-Umfeld Fuß fasst. Das Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen (SMB) entwickelte sich hingegen lediglich im Rahmen der Erwartungen.

Charttechnik: Bären dominieren

Die operative Stabilisierung spiegelt sich bisher nicht im Chartbild wider. Aktuell notiert die Aktie bei 5,58 Euro und damit nur wenige Cent über dem 52-Wochen-Tief von 5,41 Euro. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 27,6 signalisiert zwar eine überverkaufte Situation, doch der Abwärtstrend ist intakt. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits wieder auf über 5 Prozent.

Ausblick: Worauf es jetzt ankommt

Am 10. Februar 2026 wird es ernst. Neben den bestätigten Umsatz- und Gewinnzahlen werden Anleger besonders auf den Free Cashflow und die detaillierte Prognose für das laufende Jahr achten. Im Oktober hatte TeamViewer bereits eine Umsatzspanne von 790 bis 825 Mio. Euro für 2026 in Aussicht gestellt. Sollte der endgültige Ausblick am Dienstag enttäuschen oder vage bleiben, droht ein Test des Jahrestiefs. Liefert das Management jedoch überzeugende Argumente für eine nachhaltige Wachstumsbeschleunigung, bietet das aktuelle Kursniveau potenziell Raum für eine technische Gegenbewegung.

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