Die Papiere des Softwareunternehmens legten am Freitag um 6,3 Prozent auf 6,10 Euro zu und sicherten sich damit die Spitzenposition im MDAX. Der Grund: TeamViewer hat für das Geschäftsjahr 2025 vorläufige Umsatzzahlen vorgelegt – und diese enthalten zumindest keine neuen Hiobsbotschaften. Nach dem Horror-Jahr 2025, in dem die Aktie mit einem Minus von fast 37 Prozent zu den drei schwächsten Werten im MDAX zählte, scheint diese Nicht-Enttäuschung bereits auszureichen, um die arg gebeutelten Anleger kurzfristig zu versöhnen.

Der Pro-forma-Umsatz belief sich nach vorläufigen Analysen auf rund 767 Millionen Euro. Das entspricht einem währungsbereinigten Plus von etwa 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit erreichte das Unternehmen seine Prognose – allerdings exakt am unteren Ende der zuletzt kommunizierten Bandbreite. Die bereinigte operative Marge soll bei rund 44 Prozent liegen, wie zuvor in Aussicht gestellt.

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Kann die 1E-Übernahme die Wende bringen?

Ein Silberstreif am Horizont: Das Schlussquartal der vor rund einem Jahr übernommenen Firma 1E fiel erstmals positiv aus. Mit dem Zukauf wollte TeamViewer sein Angebot rund um Fernwartung und vernetzte Geräte abrunden. 1E bietet Software zur automatischen Erkennung und Behebung von IT-Problemen an. Doch nach der Übernahme lief es zunächst deutlich schlechter als erhofft. US-Behörden hielten sich bei Ausgaben zurück, zudem verlor 1E mehr Kunden als ursprünglich einkalkuliert – ein Umstand, der die Aktie 2025 zusätzlich belastete.

Seit dem Kursabsturz im Oktober, als TeamViewer seine Wachstumsziele senken musste, dümpelt der Titel vor sich hin. Im November markierte die Aktie bei 5,38 Euro ein Rekordtief. Seitdem versucht sich der Kurs zu stabilisieren, schaffte es aber nur selten über die Marke von 6 Euro hinaus. Ein Händler wertet es nun leicht positiv, dass die aktuellen Eckdaten keine größeren Enttäuschungen mehr enthielten.

Von 55 Euro auf unter 6 Euro – ein dramatischer Absturz

Die Aktie war im Herbst 2019 zu 26,25 Euro je Papier an die Börse gebracht worden. Dank der Corona-Sonderkonjunktur folgte Mitte 2020 ein Rekordhoch bei fast 55 Euro. Doch dann begann die Talfahrt: Die Nachfrage nach den Papieren flaute zusehends ab, verstärkt durch die Folgen eines kostspieligen Sponsorenvertrags mit Manchester United.

Analystin Wassachon Udomsilpa von der kanadischen Bank RBC bleibt dennoch ausgesprochen optimistisch. Sie hält die Aktie mit einem Kursziel von 16 Euro für attraktiv bewertet – unter Berücksichtigung der günstigen Produkt-Positionierung, der Robustheit des Abo-Modells und der Aussichten für den Cashflow. Ob die Anleger nach dem Zahlenwerk für 2025 wieder Vertrauen fassen, wird sich zeigen müssen.

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