Wenn der Softwarekonzern am kommenden Mittwoch seine Bücher für das abgelaufene Jahr 2025 öffnet, erwarten Investoren mehr als nur routinemäßige Bilanzen. Die tiefgreifende Neuausrichtung auf lukrative Großkunden hinterlässt spürbare Bremsspuren im angestammten Geschäft mit kleineren Firmen. Während die teure Übernahme des britischen Anbieters 1E holpert, zwingt der bevorstehende Abstieg in den SDAX zusätzliche institutionelle Anleger zum Verkauf.

Großkunden wachsen, Basis bröckelt

Der strategische Umbau des Unternehmens zeigt zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Im Enterprise-Segment, dem erklärten neuen Wachstumsmotor, stiegen die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) währungsbereinigt um 11 Prozent auf 241 Millionen Euro. Das Kerngeschäft in diesem Bereich legte sogar um 19 Prozent zu, angetrieben durch einen Rekordabschluss in den USA.

Auf der anderen Seite bröckelt das Fundament. Im klassischen Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen (SMB) sanken die Erlöse leicht. Besonders auffällig ist die Abwanderungsrate, die im vierten Quartal auf 16,4 Prozent kletterte. Das Management rechnet damit, dass diese Schwäche aufgrund einer überarbeiteten Preisstruktur noch bis mindestens Mitte 2026 anhalten wird.

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Teure Zukäufe und Index-Abstieg

Zusätzliches Gewicht bringt die 720 Millionen US-Dollar schwere Übernahme der britischen Softwarefirma 1E aus dem Jahr 2024 in die Waagschale. Die Integration verläuft deutlich langsamer als geplant. Operative Störungen und der Verlust von Schlüsselpersonal dämpfen die Erwartungen. Für das erste Quartal 2026 kalkuliert das Unternehmen hier mit einem einmaligen Kundenverlust von rund 8 Millionen Euro.

Diese operativen Hürden spiegeln sich unmissverständlich im Chartbild wider. Allein in den vergangenen zwölf Monaten verlor das Papier fast 65 Prozent an Wert und markierte am heutigen Montag mit 4,48 Euro exakt ein neues 52-Wochen-Tief. Verschärft wird der Verkaufsdruck durch den anstehenden Wechsel vom MDAX in den SDAX, der indexabbildende Fonds zur Umschichtung ihrer Portfolios zwingt.

Neue Produkte als strategischer Anker

Um der Skepsis des Marktes zu begegnen, forciert das Management konkrete Produktneuheiten. Erweiterte Schnittstellen zu Microsoft Intune sowie eine frische Partnerschaft mit dem Industriesoftware-Anbieter Cybus für Augmented-Reality-Anwendungen in Fabriken sollen die Großkundenstrategie technisch untermauern.

Die kurzfristigen finanziellen Perspektiven bleiben allerdings gedämpft. Für 2026 stellt das Unternehmen lediglich ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von null bis drei Prozent bei einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 43 Prozent in Aussicht. Richtungsweisend für die weitere fundamentale Bewertung durch den Kapitalmarkt sind nun drei konkrete Termine:

    1. März 2026: Veröffentlichung des Jahresfinanzberichts 2025
    1. Mai 2026: Vorlage der Q1-Ergebnisse
    1. Juni 2026: Ordentliche Hauptversammlung

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