TeamViewer Aktie: Analysten-Lob verpufft
Die Diskrepanz könnte kaum größer sein: Während Analysten ein theoretisches Kurspotenzial von bis zu 150 Prozent errechnen, reagieren Anleger mit anhaltender Skepsis. Der Software-Konzern aus Göppingen lieferte zwar Zahlen im Rahmen der Prognose, doch das Vertrauen des Marktes scheint nach vorangegangenen Warnungen noch nicht wiederhergestellt. Was wiegt schwerer – die günstige Bewertung oder die schwache Wachstumsdynamik?
- Aktueller Kurs: 6,08 €
- Performance 12 Monate: -41,42 %
- RSI (14): 27,6 (Überverkaufter Bereich)
- Nächster Termin: 10. Februar 2026 (Jahresabschluss & Ausblick)
Die jüngste Entwicklung der TeamViewer-Aktie gleicht einer Geduldsprobe. Trotz einer positiven Analyse der Bank of America (BofA), die das Papier am Vortag als "deutlich unterbewertet" einstufte, dominiert an der Börse die Zurückhaltung. Auslöser für die aktuelle Lethargie sind die vorläufigen Geschäftszahlen für 2025. Zwar wurden die eigenen Ziele erreicht, jedoch landete der Umsatz mit rund 767 Millionen Euro lediglich am unteren Ende der zuvor bereits gesenkten Prognosespanne.
Marge hui, Wachstum pfui?
Währungsbereinigt wuchs der Umsatz um etwa fünf Prozent, während die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) um rund zwei Prozent auf 760 Millionen Euro zulegten. Diese Wachstumsraten reißen am Markt niemanden vom Hocker, insbesondere da die Reduzierung der Umsatzziele im Herbst 2025 noch frisch im Gedächtnis der Investoren haftet. Damals wurde unter anderem eine schwächere Entwicklung der Tochtergesellschaft 1E als Grund angeführt.
Ein Lichtblick bleibt die Profitabilität. TeamViewer bestätigt eine bereinigte EBITDA-Marge von stabilen 44 Prozent. Diese Kennzahl unterstreicht die funktionierende Kostendisziplin des Managements, selbst wenn die Top-Line-Dynamik zu wünschen übrig lässt. Auch das Enterprise-Geschäft zeigte im vierten Quartal Tendenzen einer Belebung, was zumindest fundamental eine Bodenbildung unterstützen könnte.
Analysten gegen Marktstimmung
Die Kluft zwischen Analystenmeinung und Kursrealität ist bemerkenswert. Neben der optimistischen Einschätzung der Bank of America bestätigte zuletzt auch Barclays das Rating "Overweight". Der Markt ignoriert diese Rufe bisher weitgehend. Mit einem Kurs von zuletzt 6,08 Euro notiert die Aktie weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 13,42 Euro.
Technisch betrachtet befindet sich der Titel in einer schwierigen Lage. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt rund -28 Prozent, was den langfristigen Abwärtstrend untermauert. Allerdings signalisiert der RSI-Wert von 27,6 eine stark überverkaufte Situation, die rein statistisch oft Gegenbewegungen begünstigt. Dennoch bleibt die psychologisch wichtige Marke von 6,00 Euro in gefährlicher Nähe zum aktuellen Kursniveau.
Ob die optimistischen Analysten Recht behalten oder die Vorsicht der Anleger begründet ist, entscheidet sich am 10. Februar 2026. Die Vorlage der geprüften Jahreszahlen und vor allem der detaillierte Ausblick auf das laufende Jahr werden zeigen, ob TeamViewer wieder auf einen verlässlichen Wachstumspfad zurückkehrt oder ob die aktuelle Bewertung zur neuen Realität wird.
TeamViewer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TeamViewer-Analyse vom 15. Januar liefert die Antwort:
Die neusten TeamViewer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TeamViewer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TeamViewer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








