Take-Two Interactive liefert operativ ab, doch der Aktienkurs spiegelt dies derzeit nicht wider. Trotz übertroffener Gewinnprognosen und eines festen Termins für den Blockbuster "Grand Theft Auto VI" dominiert Skepsis das Marktgeschehen. Während KI-Ängste die Stimmung trüben, stellt sich die Frage: Bietet der Rücksetzer eine Gelegenheit oder überwiegen die Risiken?

Starkes Quartal trotz Kursdruck

Die Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und Börsenkurs ist auffällig. Im dritten Geschäftsquartal übertrafen die Netto-Buchungen mit 1,76 Milliarden Dollar die eigene Prognose deutlich. Besonders das Geschäft mit wiederkehrenden Ausgaben – also Zusatzinhalte und virtuelle Währungen in Titeln wie "NBA 2K26" und "GTA Online" – florierte und wuchs um 23 Prozent. Folgerichtig hob das Management den Ausblick für das Gesamtjahr an. Dennoch notiert die Aktie seit Jahresbeginn mit einem Minus von fast 16 Prozent im roten Bereich.

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Der KI-Schatten

Verantwortlich für die schlechte Stimmung sind weniger die Unternehmenszahlen als vielmehr externe Faktoren. Marktbeobachter verweisen auf die Sorge vor künstlicher Intelligenz als Störfaktor. Googles Vorstellung der KI-Plattform "Project Genie" schürte Befürchtungen, dass das traditionelle Entwicklungsmodell der Branche unter Druck geraten könnte. Analysten halten diese Reaktion jedoch teilweise für überzogen, da das Franchise-getriebene Modell von Take-Two weniger anfällig für kurzfristige KI-Disruptionen scheint.

GTA VI als zentraler Kurstreiber

Der wichtigste Katalysator für die Zukunft bleibt "Grand Theft Auto VI". Das Unternehmen bestätigte den Veröffentlichungstermin für den 19. November 2026 auf den Konsolen der neuesten Generation. CEO Strauss Zelnick kündigte an, dass die Marketingmaschinerie bereits im kommenden Sommer anlaufen wird. Für das Geschäftsjahr 2027 stellt der Konzern Rekordeinnahmen in Aussicht, die eine neue finanzielle Basis schaffen sollen.

Zusätzlich gab es Bewegung in der Aktionärsstruktur: Der saudi-arabische Staatsfonds PIF hat sein umfangreiches Aktienpaket intern an seine Gaming-Tochter Savvy Games Group übertragen, was die strategische Bedeutung der Beteiligung unterstreicht.

Ausblick: Marketingstart entscheidet

Für Anleger verlagert sich der Fokus nun vollständig auf die Umsetzung der Pipeline. Die Bewertung der Aktie hängt maßgeblich davon ab, ob der kommende Hype um GTA VI die KI-Sorgen verdrängen kann. Spätestens mit dem Start der großen Marketingkampagne im Sommer wird sich zeigen, ob das Vertrauen des Marktes zurückkehrt und der Kurs zu einer Erholung ansetzen kann.

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