Solana: Netzwerk-Offensive
Die Solana-Blockchain baut ihre globale Infrastruktur massiv aus – und das zeitgleich mit einer deutlichen Kurserholung. Während ein groß angelegtes Validator-Programm die geografische Dezentralisierung vorantreibt, sorgt ein Short Squeeze am Derivatemarkt für Auftrieb. Doch die eigentliche Story spielt sich eine Ebene tiefer ab.
DoubleZero startet Phase II: Geografische Neuverteilung
Am 9. März 2026 startet DoubleZero die zweite Phase seines Delegationsprogramms. Das von Ex-Solana-Foundation-Manager Austin Federa mitgegründete Infrastruktur-Startup verlagert 2,4 Millionen SOL aus seinem 13-Millionen-SOL-Pool zu Validatoren in unterrepräsentierten Regionen wie São Paulo, Singapur, Hongkong und Tokio. Jede Region erhält bis zu 600.000 SOL als Anreiz.
Ziel ist es, Solanas wachsende Konzentration in Europa aufzubrechen und gleichzeitig "Multicast-Funktionalität" einzuführen – eine Datenübertragungsmethode, die im klassischen Finanzwesen längst Standard ist. DoubleZero betreibt dafür ein dediziertes Hochgeschwindigkeitsnetzwerk, das die Kommunikation zwischen Solana-Nodes beschleunigt. 2025 sammelte das Unternehmen 28 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 400 Millionen Dollar ein.
Parallele Infrastruktur-Offensive im Pazifikraum
Ergänzend dazu entsteht das "Pacific Backbone" – ein Niedriglatenz-Netzwerk, das Seoul, Tokio, Singapur und Hongkong verbindet. Zielgruppe sind institutionelle Akteure in der APAC-Region, die Staking-, Validierungs- und Trading-Services nutzen wollen. Das Netzwerk soll traditionelle Finanzfirmen beim Einstieg in DeFi-Tools und Liquid Staking unterstützen.
Solana verarbeitet derzeit über 3.500 Transaktionen pro Sekunde und bedient Millionen aktive Wallets täglich. Das ausführende Unternehmen hält 2,3 Millionen SOL im Treasury – über 180 Millionen Dollar.
Derivatemarkt: Shorts unter Druck
Auf der Kursseite zeigt sich eine klare Gegenbewegung. SOL notiert bei 88,26 Dollar, ein Plus von 7,2 Prozent binnen 24 Stunden. Die Liquidationsdaten zeigen ein deutliches Ungleichgewicht: In der vergangenen Stunde wurden Shorts im Wert von 256.660 Dollar glattgestellt, Longs nur 12.240 Dollar. Über 24 Stunden summieren sich die Short-Liquidationen auf 27,79 Millionen Dollar.
Das Open Interest bei SOL-Futures stieg um über 5 Prozent auf 5,27 Milliarden Dollar – ein Zeichen dafür, dass neues Kapital in den Markt fließt, nicht nur Eindeckungen stattfinden. Parallel dazu verzeichnen US-basierte Spot-Solana-ETFs seit dem 9. Februar netto 40 Millionen Dollar Zuflüsse. Die führenden Solana-Memecoins BONK und WIF legten um 12 Prozent beziehungsweise 11,8 Prozent zu.
Alpenglow-Upgrade und institutioneller Blick
Im Hintergrund arbeitet Solana am größten Core-Software-Upgrade seiner Geschichte. "Alpenglow" soll die Transaktionsfinalisierung von rund 12 Sekunden auf etwa 150 Millisekunden senken, Validator-Voting off-chain verlagern und die Blockkapazität erhöhen. Der neue Firedancer-Validator-Client soll Stabilität und Durchsatz weiter verbessern.
Geoffrey Kendrick von Standard Chartered sieht Solana auf dem Weg raus aus der Memecoin-Ecke: Der Stablecoin-Umsatz auf Solana liege zwei- bis dreimal höher als auf Ethereum – ein Indiz für wachsende Nutzung im Zahlungsverkehr. Langfristige Halter haben trotz des jüngsten Kursrückgangs nicht kapituliert, die Entwickleraktivität bleibt stabil.
Technisches Bild: Erholung mit Vorbehalten
Der Parabolic SAR liegt bei 75,67 Dollar – unterhalb des aktuellen Kurses. Das deutet auf nachlassenden Abwärtsdruck hin. Allerdings steht der RSI bei 72, was kurzfristig überkaufte Verhältnisse signalisiert. Eine Konsolidierung oder leichte Korrektur ist wahrscheinlich, bevor eine nachhaltige Aufwärtsbewegung einsetzen kann.
Die Kombination aus Infrastruktur-Expansion, institutionellem Kapitalzufluss und technischer Stabilisierung zeichnet ein Bild jenseits der reinen Kursbewegung. Ob die Erholung trägt, hängt vom Gesamtmarkt und der Umsetzung der Infrastruktur-Roadmap ab.
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