Take-Two Interactive hat Anfang Februar mit seinen Quartalszahlen überzeugt – dennoch befindet sich die Aktie seitdem im freien Fall. Hinter dem Kursrutsch steckt weniger die operative Entwicklung des Publishers als vielmehr eine Sorge, die die gesamte Gaming-Branche erfasst hat: künstliche Intelligenz.

Zahlen stark, Reaktion verheerend

Am 3. Februar legte Take-Two die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal 2026 vor. Die Net Bookings – die wichtigste Kennzahl für Gaming-Publisher – sprangen um 28 Prozent auf 1,76 Milliarden Dollar und übertrafen die eigene Prognose von maximal 1,6 Milliarden Dollar deutlich. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,23 Dollar, Analysten hatten lediglich 0,83 Dollar erwartet.

Trotz dieser Überraschung nach oben und einer angehobenen Jahresprognose von bis zu 6,7 Milliarden Dollar Net Bookings verlor die Aktie massiv an Wert. Von über 245 Dollar Ende Januar fiel der Kurs auf zeitweise 188,65 Dollar Mitte Februar – nahe dem 52-Wochen-Tief von 188,56 Dollar.

Google-Ankündigung belastet Sektor

Verantwortlich für den Absturz war weniger Take-Two selbst als eine Ankündigung von Google. Ende Januar stellte der Tech-Konzern "Project Genie" vor – eine KI-Plattform, die Videospiele eigenständig generieren kann. Die Nachricht löste eine breite Verkaufswelle im Gaming-Sektor aus. Investoren fürchten, dass KI-Tools die Wertschöpfung etablierter Spielehersteller fundamental bedrohen könnten.

Laut Zacks Research gehörte die Gaming-Branche im vergangenen Monat zu den schwächsten Industriegruppen – von über 250 beobachteten Sektoren landete Gaming in den unteren 23 Prozent.

Analysten halten an positiver Einschätzung fest

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Die Analystengemeinde zeigt sich davon weitgehend unbeeindruckt. Von 20 bewertenden Analysten lautet der Konsens "Moderate Buy" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 283,94 Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau. Raymond James stufte Take-Two am 10. Februar sogar von "Outperform" auf "Strong Buy" hoch. DA Davidson bekräftigte am 4. Februar sein "Buy"-Rating mit einem Kursziel von 300 Dollar.

Auch die Gewinnschätzungen wurden nach oben revidiert: 13 Analysten erhöhten in den vergangenen 60 Tagen ihre Prognosen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Zacks-Konsens nun mit einem bereinigten Gewinn von 3,86 Dollar je Aktie – ein Anstieg von 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Saudi-Arabien baut Gaming-Engagement um

Mitte Februar sorgte eine Meldung aus Saudi-Arabien für Aufsehen: Der staatliche Investmentfonds PIF übertrug seine rund 11 Millionen Aktien an Take-Two – im Wert von knapp drei Milliarden Dollar – an die Tochtergesellschaft Savvy Games Group. Der PIF war damit zweitgrößter Aktionär. Die Transaktion stellt keine Veräußerung dar, sondern eine strategische Neuordnung der saudischen Gaming-Investments innerhalb der Fondsstruktur.

GTA VI als Wendepunkt

Am 19. November 2026 soll Grand Theft Auto VI für PlayStation 5 und Xbox Series X|S erscheinen. Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2027 Rekordwerte bei den Net Bookings, getrieben vor allem durch den Launch des mit Spannung erwarteten Blockbuster-Titels. Die Frage ist nun, ob dieser Katalysator ausreicht, um die KI-bedingte Verunsicherung der Anleger zu überwinden.

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