Mit 50,1% Marktanteil im ersten Quartal 2026 hat CATL erstmals seit fünf Jahren wieder die Mehrheit am chinesischen Elektrofahrzeug-Akkumarkt zurückgewonnen. Gleichzeitig greift Firmengründer Robin Zeng den US-amerikanischen Protektionismus öffentlich an — und das aus einer Position, die kaum stärker sein könnte.

Zwei Fronten, ein Gewinner

Der Marktanteilsgewinn ist kein Zufallsprodukt. Während BYD seinen Fokus vollständig auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) verlagerte, dominiert CATL nun in beiden großen Segmenten: Im NMC-Bereich hält das Unternehmen 81,6% Marktanteil, bei LFP-Batterien kletterte der Anteil auf 41% — den höchsten Wert seit vier Jahren.

BYD spürt den Gegenwind deutlich. Der engste Konkurrent kam im ersten Quartal nur noch auf 17,5% Marktanteil, ein Rückgang von 4,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr — ebenfalls das schwächste Ergebnis seit fünf Jahren. Hinzu kommt ein struktureller Trend: Der Anteil von Batterien mit einer Energiedichte über 160 Wh/kg stieg auf 15% aller verbauten Einheiten, was CATLs Stärken in der Hochleistungschemie begünstigt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei CATL?

Zeng gegen Washington

Parallel zur starken Marktposition meldete sich Robin Zeng im Wall Street Journal zu Wort. Seine Botschaft: US-Zölle schaden der amerikanischen Autoindustrie langfristig mehr als CATL. Das Unternehmen erzielte 2025 einen Rekordgewinn von über 10 Milliarden Dollar — ohne nennenswerten Zugang zum US-Markt. Schätzungsweise jedes dritte weltweit verkaufte Elektrofahrzeug fährt mit einer CATL-Batterie.

Die Abhängigkeit amerikanischer Hersteller ist dabei bereits Realität. General Motors verbaut CATL-LFP-Batterien im 2027er Chevrolet Bolt — importiert aus China, mit 60% Zoll belastet. Zeng zeigte sich offen für US-Investitionen, sieht den Weg dorthin aber erst ab 2028 als realistisch frei: „Geschäftsbeziehungen sind immer stärker und dauerhafter als Politiker."

Produktionsausbau und neue Technologiefelder

CATLs Zulieferer berichten, dass das Unternehmen seine Produktionsprognose für 2026 um 30% auf 1.300 GWh angehoben hat. China plant zudem, im Juli 2026 einen Festkörperbatteriestandard zu veröffentlichen — ein Segment, in dem sich CATL bereits positioniert. Der Gesamtmarkt für chinesische EV-Batterien wuchs in den ersten zwei Monaten des Jahres um 22% auf 310 GWh.

Die Aktie notiert aktuell rund 10% oberhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts und hat sich seit dem Märztief deutlich erholt.

CATL-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CATL-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:

Die neusten CATL-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CATL-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

CATL: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...