Take-Two Aktie: Sektordruck trifft GTA-Fantasie
Epic Games entlässt über 1.000 Mitarbeiter und schickt damit die gesamte Gaming-Branche auf Talfahrt. Take-Two gehört zu den Verlierern des Tages — obwohl das Unternehmen selbst keine schlechten Nachrichten geliefert hat.
Kollateralschaden aus dem Fortnite-Universum
Der Auslöser kam von außen: Epic Games gab bekannt, massiv Stellen abzubauen, weil das Unternehmen nach eigenen Angaben deutlich mehr ausgab als es einnahm. Die Nachricht weckte Sorgen über eine strukturelle Abschwächung der Spielernachfrage — und das reichte, um Take-Two-Aktien rund 4 % in den Keller zu schicken.
Dabei hatte Take-Two zuletzt durchaus überzeugt. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Stichtag 31. Dezember 2025) stiegen die Net Bookings um 28 % auf 1,76 Milliarden Dollar. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose auf 6,65 bis 6,70 Milliarden Dollar an. CEO Strauss Zelnick sprach von einem „herausragenden Quartal" und stellte für das Geschäftsjahr 2027 — nach dem GTA-VI-Launch — Rekordwerte in Aussicht.
GTA VI: Alles hängt am November
Der eigentliche Druckpunkt für die Aktie liegt woanders. Vor rund fünf Monaten brach der Kurs um 9,2 % ein, als Take-Two die Veröffentlichung von Grand Theft Auto VI erneut verschob — diesmal auf den 19. November 2026, fast ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant. Seitdem steht das Spiel im Mittelpunkt jeder Bewertung des Unternehmens.
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Das Marktforschungsunternehmen Circana verzeichnet für GTA VI die höchste Kaufabsicht, die es je in seiner Erhebungsgeschichte gemessen hat. Für den US-Spielemarkt prognostiziert Circana 2026 ein Gesamtwachstum von 3 % auf 62,8 Milliarden Dollar — getragen unter anderem vom erwarteten GTA-VI-Effekt auf Hardware, Zubehör und Abonnements.
Die Branchendaten selbst liefern ein gemischtes Bild. Der US-Spielemarkt wuchs im Februar 2026 um lediglich 1 % auf 4,56 Milliarden Dollar. Wachstumstreiber war vor allem das Abonnementgeschäft (+27 % gegenüber dem Vorjahr). In den Verkaufscharts fehlten Take-Two-Titel hingegen: Das meistverkaufte Spiel des bisherigen Jahres ist Capcoms Resident Evil Requiem.
Wall Street bleibt optimistisch
Von den 28 Analysten, die die Aktie beobachten, empfehlen 26 den Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 276,81 Dollar — deutlich über dem aktuellen Niveau. Wells Fargo bestätigte Anfang März sein Overweight-Rating, senkte das Kursziel jedoch leicht von 301 auf 295 Dollar.
Die Aktie notiert aktuell rund 22 % unter ihrem Stand zu Jahresbeginn und mehr als 26 % unterhalb des 52-Wochen-Hochs. Der nächste Quartalsbericht ist für den 14. Mai 2026 angesetzt — zu einem Zeitpunkt, an dem GTA-VI-Erlöse noch kein Thema sein werden. Bis November bleibt die Bewertung der Aktie damit vor allem eine Frage des Vertrauens in den Launch-Termin.
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