Rekordaufträge, ambitionierte Wachstumspläne — und trotzdem ein Verkaufsurteil. Hensoldt lieferte für 2025 beeindruckende operative Zahlen, doch der Kapitalmarkt bleibt skeptisch. Zwischen Auftragsboom und Umsetzungsrisiko klafft eine Lücke, die Anleger zunehmend nervös macht.

Auftragseingang auf Rekordniveau

Der Auftragseingang kletterte 2025 um 62 Prozent auf 4,71 Milliarden Euro — ein Rekordwert. Der gesamte Auftragsbestand beläuft sich mittlerweile auf 8,83 Milliarden Euro, mehr als das Dreifache des Jahresumsatzes von 2,455 Milliarden Euro. Besonders die Sparte Optronics stach heraus: Dort verdoppelte sich der Auftragseingang auf 1,585 Milliarden Euro, das EBITDA der Division sprang um über 140 Prozent auf 58 Millionen Euro.

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Für 2026 erwartet das Management einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro. Um die Auftragsberge abzuarbeiten, plant Hensoldt 1.600 Neueinstellungen — nach bereits 1.178 im Vorjahr. Mitte 2026 soll zudem die Übernahme des niederländischen Unternehmens Nedinsco abgeschlossen werden, eine Partnerschaft mit Aumovio soll bis zu 600 weitere Fachkräfte einbringen.

Analysten sehen strukturelle Grenzen

Reicht das Wachstumstempo, um die Erwartungen einzulösen? Genau hier liegt der Knackpunkt. mwb research bestätigte am 28. März sein Verkaufsurteil mit einem Kursziel von 57,00 Euro — deutlich unter dem aktuellen Kurs von 66,30 Euro. Die Analysten zweifeln offenbar daran, dass Hensoldt die massiven Auftragsbestände schnell genug in Ergebnissteigerungen umwandeln kann, während das Unternehmen gleichzeitig an seine Kapazitätsgrenzen stößt.

Der Kurs hat in den vergangenen 30 Tagen rund 18 Prozent verloren und notiert damit weit unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts bei 86,77 Euro. Die Schere zwischen operativem Momentum und Kursentwicklung bleibt vorerst offen — solange die Personaloffensive und die Nedinsco-Integration keine konkreten Ergebnisbeiträge liefern.

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