Der E-Auto-Pionier verabschiedet sich von seinen Wurzeln. Wie Tesla am Freitag US-Kunden per E-Mail mitteilte, läuft die Produktion der einstigen Aushängeschilder Model S und Model X im zweiten Quartal 2026 endgültig aus. Hinter diesem Schritt steckt keine Resignation im Premiumsegment, sondern ein strategischer Umbau der Fabriken für Elon Musks nächste große Technologie-Wette.

Platz für die autonome Zukunft

Die Entscheidung markiert einen tiefgreifenden Wandel im Produktportfolio. Die beiden Premium-Fahrzeuge bewiesen bei ihrer Einführung in den Jahren 2012 und 2015, dass Elektroautos herkömmlichen Verbrennern in Reichweite und Leistung überlegen sein können. Zuletzt verlor das Duo angesichts wachsender Konkurrenz allerdings massiv an Bedeutung. Im Jahr 2025 machten Model S und X lediglich drei Prozent der weltweiten Tesla-Auslieferungen aus, während die Käufer zunehmend die günstigeren Varianten Model 3 und Model Y bevorzugten.

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Gleichzeitig sanken die gesamten Autoverkäufe des Konzerns im vergangenen Jahr um zehn Prozent. Der Produktionsstopp schafft nun dringend benötigte physische Kapazitäten im kalifornischen Stammwerk in Fremont, um den Fokus vollständig auf autonome Fahrsysteme und Robotik zu lenken.

Fokus auf KI und Robotik

Die freigewordenen Ressourcen fließen direkt in die nächste Generation von Tesla-Produkten. Das Unternehmen bereitet die Massenfertigung des humanoiden Roboters Optimus vor, bei dem ein Zielvolumen von bis zu einer Million Einheiten pro Jahr angestrebt wird. Parallel dazu startete Anfang 2026 in der Gigafactory Texas die Pilotproduktion des Cybercabs. Das autonome Fahrzeug kommt komplett ohne Lenkrad und Pedale aus, die reguläre Massenproduktion ist bereits für April angesetzt.

An der Börse wird dieser fundamentale Umbau genau beobachtet. Nach einem Kursrückgang von rund 16 Prozent seit Jahresbeginn auf zuletzt 313,65 Euro suchen Anleger nach neuen fundamentalen Treibern. Marktbeobachter sehen in einem erfolgreichen Robotaxi-Dienst die Chance, das Bewertungsmodell von einem zyklischen Hardware-Produzenten hin zu einem margenstarken Infrastruktur-Anbieter zu wandeln.

Der Zeitplan für die kommenden Monate ist damit eng getaktet. Während die Bestellbücher für das Model S und X in Südkorea bereits am 31. März schließen und die US-Produktion im zweiten Quartal ausläuft, verlagert sich der operative Schwerpunkt des Konzerns ab April vollständig auf den anstehenden Produktionsstart des Cybercabs in Texas.

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