Eine Finanzierungslücke von 2,7 Milliarden Euro, ein Jahresabschluss der erst Ende 2026 vorliegen soll und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München — die Q4-Zahlen 2025 von BayWa sind weit mehr als ein Rechenschaftsbericht. Sie sind die Verhandlungsgrundlage für das Überleben des Konzerns.

Banken entscheiden über den nächsten Schritt

Die soeben vorgelegten Quartalszahlen bilden die Basis für eine entscheidende Frage: Verlängern die Gläubigerbanken die Stillhaltevereinbarung bis Herbst 2026? Stimmen sie zu, gewinnt BayWa die Zeit, die für das überarbeitete Sanierungskonzept nötig ist. Ohne diese Verlängerung dürfte der Spielraum des Managements erheblich enger werden.

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Der Kern des Problems liegt in der Energiesparte BayWa r.e.. Ursprünglich sollte der Verkauf einer 51-Prozent-Beteiligung bis zu 1,7 Milliarden Euro einbringen. Nachdem die USA Anfang 2025 Fördermittel für erneuerbare Energien strichen, brachen die erzielbaren Verkaufspreise massiv ein — und mit ihnen der ursprüngliche Sanierungsplan. BayWa zog daraufhin die Jahresprognose für 2026 vollständig zurück.

Paralleler Druck aus mehreren Richtungen

Zur finanziellen Belastung kommen juristische und regulatorische Probleme. Die BaFin beanstandete den Jahresabschluss 2023 formell: Wesentliche Liquiditätsrisiken — darunter Bedingungen eines Milliardenkredits und eine Anleihe über 500 Millionen Euro — seien nicht ausreichend offengelegt worden. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt zusätzlich wegen des Verdachts der Untreue gegen ehemalige Führungskräfte.

Um Liquidität zu schaffen, treibt BayWa den Verkauf von Beteiligungen voran. Der Cefetra-Verkauf brachte bereits rund 1,3 Milliarden Euro. Als nächstes steht die neuseeländische Obsthandelstochter T&G Global auf der Liste — die 74-Prozent-Beteiligung könnte laut Insidern rund 300 Millionen Euro einbringen. Gleichzeitig soll der Konzern bis 2027 rund 1.300 Stellen abbauen und 26 Niederlassungen schließen. Der Umsatz soll bis 2028 auf zehn Milliarden Euro sinken — nahezu eine Halbierung des früheren Geschäftsvolumens.

Die Aktie notiert aktuell rund 17 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 30 Prozent verloren. Der geprüfte Konzernabschluss für 2025 soll erst im vierten Quartal 2026 vorliegen — bis dahin bleibt die Unsicherheit für Aktionäre strukturell hoch.

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