Ein Quartalsverlust von über 100 Millionen CAD — und die Aktie legt trotzdem zu. Was auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt, erklärt sich mit einem Blick auf die Zusammensetzung dieses Verlusts und die geopolitische Lage im Rohstoffmarkt.

Der Verlust, der keiner ist

Almonty meldete für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 einen Nettoverlust von 102,3 Millionen CAD — verglichen mit 5,4 Millionen CAD im Vorjahreszeitraum ein dramatischer Anstieg. Der Großteil davon, nämlich 87,3 Millionen CAD, entfiel jedoch auf eine nicht zahlungswirksame Neubewertung von eingebetteten Derivatverbindlichkeiten. Ursache war der starke Kursanstieg der Almonty-Aktie im vergangenen Jahr. Auf die operative Substanz des Unternehmens sagt diese Zahl wenig aus — was Anleger offenbar auch so sehen.

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Der Umsatz im Quartal lag bei 8,7 Millionen CAD. Gemessen an der aktuellen Marktkapitalisierung von rund 4,3 Milliarden USD ist das eine erhebliche Bewertungsprämie — eine, die sich fast ausschließlich auf die strategische Positionierung des Unternehmens stützt.

Wolfram als geopolitisches Asset

Genau diese Positionierung erhielt am Montag frischen Rückenwind. Die USA und Japan kündigten einen gemeinsamen Aktionsplan zur Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen an, mit dem erklärten Ziel, die Abhängigkeit von chinesischen Exporten zu reduzieren. Die Dringlichkeit dahinter ist real: In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 sanken Chinas Exporte von Seltenerdmagneten in die USA um 22,5 Prozent.

Almonty betreibt Wolfram- und Zinnprojekte in Südkorea, Portugal und Spanien — allesamt westliche Jurisdiktionen, die im Rahmen einer Diversifizierungsstrategie an Bedeutung gewinnen. Analysten von B. Riley Securities, Oppenheimer und DA Davidson sehen das Kursziel zwischen 19,00 und 25,00 USD, B. Riley zuletzt bei 23,00 USD mit einer Kaufempfehlung.

Ausblick bis Mai

Der globale Wolframmarkt soll bis 2030 ein Volumen von 9,62 Milliarden USD erreichen, getrieben von militärischer Nachfrage und industrieller Knappheit. Für Almonty ist der nächste konkrete Prüfstein der 14. Mai 2026, wenn das Unternehmen voraussichtlich neue Quartalszahlen vorlegt. Bis dahin dürfte die Frage, ob die operative Entwicklung mit der ambitionierten Bewertung Schritt hält, das zentrale Thema für Investoren bleiben.

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