Super Micro Computer Aktie: Margenproblem
Rekorderlöse treffen auf schwindende Profitabilität – Super Micro Computer kämpft mit einem Spagat. Trotz eines Umsatzsprungs von 123 Prozent im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf 12,7 Milliarden Dollar mehren sich Zweifel am Geschäftsmodell. Die Bruttomarge brach auf rund 6,3 Prozent ein, verglichen mit 11,8 Prozent im Vorjahr.
Aktuelle Marktdaten vom 10. Februar zeigen zudem eine deutlich bärische Stimmung unter Großinvestoren im Optionsmarkt. Von 15 identifizierten bedeutenden Transaktionen waren 53 Prozent pessimistisch ausgerichtet, nur 33 Prozent bullisch. Die Aktie schloss am 10. Februar bei 33,33 Dollar – weit entfernt von den Jahreshöchstständen.
Zentrale Entwicklungen im Überblick:
- Bruttomarge fiel von 11,8% auf 6,3%
- 63% der Erlöse stammen von einem einzigen Kunden
- Jahresumsatzprognose auf mindestens 40 Milliarden Dollar angehoben
- Bereinigte Ergebnis je Aktie übertraf mit 0,69 Dollar die Erwartungen von 0,49 Dollar
Wachstum auf Kosten der Profitabilität
Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur treibt die Verkäufe, doch die Qualität der Erträge gibt Analysten Anlass zur Sorge. Der Umsatz von 12,7 Milliarden Dollar übertraf die Schätzungen von etwa 10,4 Milliarden deutlich. Gleichzeitig erodierte die Marge – ein Warnsignal, das die Marktskepsis erklärt.
Die extreme Abhängigkeit von einem einzelnen Großkunden verstärkt das Risiko. 63 Prozent der Gesamterlöse auf eine Quelle zu konzentrieren, macht das Unternehmen verwundbar gegenüber Auftragsänderungen oder Verhandlungsdruck.
Analysten gespalten
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Rosenblatt Securities bekräftigte am 4. Februar eine Kaufempfehlung mit Kursziel 50 Dollar. Die Analysten verweisen auf das Quartalswachstum von 153 Prozent, angetrieben durch GB300-Systeme. Sie sehen in den "Data Center Building Block Solutions" (DCBBS) einen möglichen Hebel zur Margenverbesserung.
Goldman Sachs hält dagegen an einer Verkaufsempfehlung mit Ziel 26 Dollar fest. Die Margenerosion wiege schwerer als das Umsatzwachstum, so die Begründung. Wedbush und Mizuho positionieren sich neutral mit Kurszielen von 42 respektive 33 Dollar.
Ausblick und Technologie-Hoffnung
Das Management reagierte auf die starke Nachfrage mit einer angehobenen Jahresprognose. Statt der zuvor erwarteten 36 Milliarden Dollar sollen nun mindestens 40 Milliarden Dollar Umsatz im Geschäftsjahr 2026 erreicht werden. Für das laufende dritte Quartal peilt Super Micro mindestens 12,3 Milliarden Dollar an.
Ob die Einführung von Flüssigkeitskühlung und die DCBBS-Plattform die Margen in der zweiten Jahreshälfte stabilisieren können, wird zur entscheidenden Frage. Ohne Verbesserung der Profitabilität dürfte die Skepsis der Investoren anhalten – trotz beeindruckender Wachstumszahlen.
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