Deutschlands größte Airline schlittert in den nächsten Arbeitskampf: Gleich zwei Gewerkschaften haben für Donnerstag einen 24-Stunden-Streik angekündigt. Die kurzfristige Aktion könnte Zehntausende Passagiere treffen – ausgerechnet einen Tag vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz.

Die wichtigsten Fakten:

  • Pilotenvereinigung Cockpit und Kabinengewerkschaft UFO rufen unabhängig voneinander zum Streik auf
  • Betroffen: Lufthansa, Lufthansa Cargo und CityLine an allen deutschen Flughäfen
  • Streitpunkte: Pensionsleistungen bei Lufthansa, fehlender Sozialtarifvertrag bei CityLine
  • Konzernschwestern wie Austrian, Swiss, Eurowings und Discover Airlines fliegen normal

Sieben Verhandlungsrunden ohne Ergebnis

Bei Lufthansa und der Frachtsparte Cargo streiken die Piloten für großzügigere Altersversorgungsleistungen. Bereits im September hatten die Mitglieder der Vereinigung Cockpit ihre Streikbereitschaft per Urabstimmung erklärt. Sieben Gesprächsrunden brachten seither keine Annäherung.

Parallel legt das Kabinenpersonal bei CityLine die Arbeit nieder. Hintergrund ist die geplante Schließung des Flugbetriebs und die Verlagerung in eine neue Tochtergesellschaft. Die UFO-Gewerkschaft wirft dem Management vor, Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag zur Absicherung der Beschäftigten zu verweigern.

Die betroffenen CityLine-Abflüge starten von Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.

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Konzern spricht von fehlendem Spielraum

Personalvorstand Michael Niggemann bezeichnete die Eskalation als "völlig unnötig". Die Kernmarke Lufthansa habe "einfach keinen finanziellen Spielraum" für die Forderungen. Konzernsprecher Marc Baron kritisierte die Ankündigung als "extrem kurzfristig" und "unverhältnismäßig".

Lufthansa will betroffene Passagiere automatisch benachrichtigen und bietet Umbuchungen sowie Erstattungen an. Bei innerdeutschen Flügen ermöglicht der Konzern den kostenlosen Umstieg auf die Deutsche Bahn. Ab Freitag rechnet das Unternehmen mit Normalbetrieb.

Schwieriges Marktumfeld

Der Tarifkonflikt belastet die Aktie in einem ohnehin herausfordernden Umfeld. Das Papier notiert aktuell bei 8,80 Euro und liegt damit rund 14 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 10,20 Euro, das erst Ende Dezember erreicht wurde. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 37 Prozent zu Buche.

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