Die Super Micro Computer Aktie bewegt sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen explosivem Umsatzwachstum und schrumpfenden Gewinnmargen. Am 19. Februar 2026 legte der Titel um 8,25 Prozent zu und schloss einen Tag später bei 32,42 Dollar – knapp die Hälfte des 52-Wochen-Hochs von 66,44 Dollar. Der AI-Server-Spezialist liefert beeindruckende Zahlen ab, doch die Profitabilität steht unter Druck.

Rekordumsatz, aber schwindende Margen

Die Diskussion entzündete sich an den Quartalszahlen für Q2 des Geschäftsjahres 2026, die das Unternehmen am 3. Februar vorlegte. Der Nettoumsatz kletterte um 123 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar – deutlich über der Analystenschätzung von 10,4 Milliarden Dollar.

Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,69 Dollar und übertraf die Konsenserwartung von 0,49 Dollar klar. Doch die Bruttomarge brach auf 6,3 Prozent ein – nach 9,3 Prozent im Vorquartal und 11,8 Prozent im Vorjahr. Die bereinigte Bruttomarge lag bei 6,4 Prozent, etwa die Hälfte der 11,9 Prozent aus Q2 2025.

Ehrgeizige Prognose erhöht den Druck

Das Management hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf mindestens 40 Milliarden Dollar an – von zuvor 36 Milliarden Dollar. Für Q3 2026 peilt Super Micro Computer einen Umsatz von mindestens 12,3 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von mindestens 0,60 Dollar an.

CFO David Weigand erklärte im Earnings Call, dass etwa 1,5 Milliarden Dollar des Q2-Umsatzes verzögerte Lieferungen aus Q1 betrafen – die Kunden waren noch nicht bereit. AI-GPU-Plattformen machten über 90 Prozent des Quartalsumsatzes aus.

Analysten uneins über die Bewertung

Die Reaktionen der Wall-Street-Analysten fielen gespalten aus. Needham senkte das Kursziel am 4. Februar von 51 auf 40 Dollar, bekräftigte aber die Kaufempfehlung. Die Analysten führten die starke Q2-Performance auf einen Großauftrag im Rechenzentrumsbereich zurück.

Barclays setzte das Kursziel bei 38 Dollar an und stufte die Aktie mit "Equal Weight" ein. Die Bank sieht Wachstumspotenzial, warnt aber vor Margendruck und hoher Kundenkonzentration. Goldman Sachs hält an einem Kursziel von 27 Dollar und einer Verkaufsempfehlung fest – die Begründung: anhaltender Margendruck und intensiver Wettbewerb im AI-Infrastrukturmarkt.

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Rosenblatt Securities bekräftigte dagegen die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 55 Dollar, Argus liegt mit 64 Dollar noch darüber.

Institutionelle Investoren greifen zu

Am 21. Februar erwarb Stevens Capital Management LP 256.229 Aktien von Super Micro Computer. Das Handelsvolumen am 19. Februar erreichte 42,1 Millionen Aktien – rund 47 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt von 28,6 Millionen.

Die Margenfrage bleibt zentral

Der Kern des Problems: Während der Nettoumsatz um 123 Prozent zulegte, wuchs der Bruttogewinn nur um 19 Prozent auf 798,6 Millionen Dollar. Das operative Ergebnis stieg um 29 Prozent auf 474,3 Millionen Dollar. Ein einzelner Kunde stemmte im Dezemberquartal 63 Prozent des Umsatzes.

Das Management rechnet für Q3 2026 mit einer sequenziellen Verbesserung der Bruttomarge um etwa 30 Basispunkte. Die Data Center Building Block Solutions (DCBBS)-Plattform des Unternehmens soll Bruttomargen von über 20 Prozent erzielen – trägt bislang aber kaum zum Gesamtumsatz bei.

Zum 31. Dezember 2025 verfügte Super Micro Computer über liquide Mittel von 4,1 Milliarden Dollar. Die Gesamtverschuldung aus Bankdarlehen und Wandelanleihen belief sich auf 4,9 Milliarden Dollar.

Ausblick auf Q3

Super Micro Computer geht mit Rückenwind in die zweite Hälfte des Geschäftsjahres. Die zentrale Frage bleibt, ob das Unternehmen die Margen stabilisieren kann, während es dreistellige Wachstumsraten hält. Die Antwort folgt am 5. Mai 2026 mit den Zahlen für Q3 2026.

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