Strategy hat turbulente Monate hinter sich, der Kurs ist seit dem Sommer regelrecht eingeknickt. Jetzt setzt das Unternehmen ein deutliches Signal: höhere Dividende auf die Vorzugsaktien und weitere massive Bitcoin-Käufe, während sich der Kryptomarkt etwas beruhigt. Entscheidend ist nun, ob dieser Mix aus Ertragsstärke und Bitcoin-Hebel die jüngste Bodenbildung tatsächlich stützt.

Dividende als Vertrauenssignal

Auslöser der jüngsten Kursbelebung ist eine Beschluss des Boards zur Variable Rate Series A Perpetual Stretch Preferred Stock (Ticker: STRC). Laut SEC-Meldung vom 2. Januar 2026 wird die annualisierte Dividendenrendite von 10,75% auf 11,00% angehoben.

Konkret bedeutet das eine monatliche Ausschüttung von rund 0,917 US‑Dollar je Vorzugsaktie. Stichtag ist der 15. Januar 2026, die Auszahlung erfolgt am 31. Januar. Marktteilnehmer werten die Erhöhung als Zeichen, dass das Unternehmen seine Liquidität und Cashflows trotz aggressiver Bitcoin-Strategie im Griff hat.

Auch im Aktienkurs zeigt sich erste Entspannung: Am Freitag legte die Aktie um 3,43% auf 157,16 US‑Dollar zu. Nach der Halbierung und mehr in den vergangenen zwölf Monaten bleibt das Papier zwar deutlich angeschlagen, doch kurzfristig wirkt die Nachfrage wieder etwas stabiler.

Bitcoin-Reserven wachsen weiter

Parallel treibt Strategy seine Rolle als Bitcoin-Treasury-Vehikel konsequent voran. Zwischen dem 22. und 28. Dezember 2025 kamen weitere 1.229 Bitcoin hinzu, zu einem Gesamtvolumen von 109 Millionen US‑Dollar. Der Durchschnittspreis lag bei rund 88.568 US‑Dollar pro Coin.

Damit summieren sich die Bestände inzwischen auf:

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  • rund 672.497 BTC
  • einen rechnerischen Gesamtwert von etwa 50,4 Milliarden US‑Dollar (basierend auf den jüngsten Einkaufspreisen)
  • einen Bitcoin-Preis, der sich zuletzt wieder über 89.254 US‑Dollar erholen konnte

Trotz dieser Dimension handelt die Aktie laut Artikel mit einem Abschlag von rund 20–25% auf den inneren Wert (Net Asset Value, NAV) der Bitcoin-Positionen. Hintergrund ist die anhaltend schwache Entwicklung im Kryptomarkt: Für das vierte Quartal wird ein deutliches unrealisierter Minus aus der Bewertung der Bestände erwartet, auch wenn die Coins bilanziell weiter gehalten werden.

Die Kombination aus wachsendem Bitcoin-Depot und spürbarem NAV-Rabatt ist zentral für die aktuelle Investmentstory – Anleger zahlen an der Börse weniger, als die reinen BTC-Bestände auf Basis der jüngsten Kaufpreise wert sind.

Analystenziele und MSCI-Entscheidung

Institutionelle Analysten bleiben trotz des drastischen Kursrückgangs konstruktiv. Die Benchmark Company bestätigt ihr „Buy“-Rating und hält am Kursziel von 705 US‑Dollar für 2026 fest. Ausgehend vom aktuellen Kurs entspräche das einem theoretischen Aufwärtspotenzial von fast 350%.

Auch TD Cowen bleibt optimistisch mit einem Ziel von 500 US‑Dollar. Die Begründung: Die Verschuldung sei im Wesentlichen durch die Bitcoin-Assets besichert und nicht das Ergebnis operativer Verluste – ein wichtiger Punkt für Anleger, die auf die Bilanzstruktur schauen.

Kurzfristig rückt allerdings ein Termin in den Vordergrund: Am 15. Januar will MSCI über die Klassifizierung von Unternehmen mit umfangreichen digitalen Treasury-Assets entscheiden. Ein negatives Votum könnte laut Schätzungen zu erzwungenen Abflüssen von rund 2,8 Milliarden US‑Dollar aus entsprechenden Indizes und Fonds führen. Der jüngste Kursanstieg von gut 3% wird im Markt als Zeichen gewertet, dass Trader derzeit eher auf ein Szenario der Stabilisierung setzen.

Technische Lage und Ausblick

Charttechnisch steht vor allem der Bereich um 150 US‑Dollar im Fokus, der aktuell als wichtige Unterstützung gilt. Darüber wirkt die Aktie kurzfristig gefestigt, auch wenn der 12‑Monats-Verlust von rund 46% und der mehr als 40%ige Abstand zur 200‑Tage-Linie die Schwere der vorangegangenen Korrektur klar widerspiegeln.

Auf der Oberseite gilt nun die Zone um 200 US‑Dollar als erstes relevanten Zielbereich. Die Kombination aus angehobener Dividende auf die Vorzugsaktien, hoher Bitcoin-Bestandsdichte und sichtbarem Abschlag auf den NAV schafft eine spannende Ausgangslage. Entscheidend für die weitere Richtung werden vor allem zwei Faktoren: die MSCI-Entscheidung Mitte Januar und die Entwicklung des Bitcoin-Preises, der aktuell oberhalb von 89.000 US‑Dollar notiert und damit den jüngsten Stimmungsumschwung an der Krypto-Front bestätigt.

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