Die Bitcoin-Strategie von Strategy, einst gefeiert als revolutionärer Weg zu indirektem Krypto-Exposure, steht vor einem historischen Wendepunkt: Am Donnerstag rutschte die Marktkapitalisierung des Unternehmens erstmals unter den Wert seiner eigenen Bitcoin-Bestände. Was lange als Premium-Investment galt, wird nun mit einem Abschlag gehandelt. Für Anleger stellt sich die Frage: Ist das eine Kaufgelegenheit – oder der Anfang vom Ende des Bitcoin-Proxy-Modells?

Der Moment der Wahrheit

Mit einem Kursverlust von 7,54 % am gestrigen Donnerstag sackte die Marktkapitalisierung auf rund 63,5 Milliarden US-Dollar ab. Gleichzeitig liegt der Wert der vom Unternehmen gehaltenen 641.692 Bitcoin bei über 65,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen wird damit erstmals mit einem Abschlag auf seine Nettovermögenswerte gehandelt – ein Novum seit Beginn der aggressiven Bitcoin-Akkumulationsstrategie im Jahr 2020.

Noch dramatischer wirkt der Blick auf die längerfristige Entwicklung: Die Aktie notiert fast 60 % unter ihrem Allzeithoch von 543 US-Dollar vom November 2024. Während Bitcoin selbst in diesem Zeitraum vergleichsweise moderat korrigierte, vollzog die Aktie einen regelrechten Sturzflug.

Vertrauen erodiert – Bitcoin-Proxy unter Beschuss

Das Geschäftsmodell von Strategy – früher MicroStrategy – galt als innovativ: Als weltweit größter börsennotierter Bitcoin-Halter bot die Aktie Anlegern einen gehebelten, indirekten Zugang zur Kryptowährung. Die dafür langjährig gezahlte Prämie ist nun Geschichte.

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Mehrere Faktoren dürften zum Vertrauensverlust beitragen:

  • Abkühlende Begeisterung für Bitcoin-Proxy-Investments generell
  • Regulatorische Unsicherheiten für ähnliche Geschäftsmodelle, besonders in Asien
  • Enttäuschung über die Unfähigkeit, die Prämie zu rechtfertigen

Selbst die Q3-Zahlen vom 30. Oktober, die hohe Nettowerte durch nicht realisierte Krypto-Gewinne zeigten, verpufften wirkungslos.

Die Krise legt sich auch über die Kryptomärkte

Der heutige Freitag wird zeigen, ob die Aktie Halt findet oder weiter in Richtung der technisch kritischen 52-Wochen-Tiefs abrutscht. Mit einem RSI von über 84 signalisiert der Markt bereits eine starke Überhitzung – allerdings auf der Verkaufsseite nach dem massiven Abverkauf der vergangenen Wochen.

Das nächste wichtige Signal kommt am 3. Februar 2026 mit den Q4-Zahlen. Bis dahin bleibt die Aktie ein Spielball der Bitcoin-Volatilität und der Frage, ob das Management das zerbrochene Anlegervertrauen kitten kann. Der etablierte Abwärtstrend und die neu entstandene Bewertungslücke machen Strategy zu einem Hochrisiko-Investment – selbst für Bitcoin-Bullen.

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