Strategy (ehemals MicroStrategy) verdoppelt seinen Einsatz im Kryptosektor. Während der Aktienkurs seit dem Hoch im Sommer massiv korrigiert hat, hält das Unternehmen unbeirrt an seiner aggressiven Akkumulationsstrategie fest. Statt Risikoabbau verkündete die Unternehmensführung nun einen der größten Bitcoin-Käufe der Firmengeschichte. Doch der Markt straft das Papier weiter ab, da Anleger zunehmend skeptisch auf die Bewertung und die wachsende Konkurrenz blicken.

Rekordkauf im Abwärtstrend

Ungeachtet der jüngsten Turbulenzen hat Strategy zwischen dem 12. und 19. Januar 2026 rund 22.305 Bitcoin für etwa 2,13 Milliarden Dollar erworben. Es handelt sich um die größte wöchentliche Akquisition seit November 2024. Damit wächst der Bestand des Unternehmens auf beachtliche 709.715 BTC, die zu einem Durchschnittspreis von knapp 76.000 Dollar gekauft wurden.

Finanziert wurde dieser Schritt erneut durch die Ausgabe neuer Aktien. Das Management nutzt konsequent sein "At-the-Market"-Programm, um Kapital bei Investoren einzusammeln und direkt in die Kryptowährung umzuschichten.

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Warum die Bewertung schmilzt

Trotz des wachsenden Bitcoin-Schatzes steht die Aktie unter erheblichem Druck. Das Papier notiert aktuell bei rund 139,50 Euro und hat damit seit dem Jahreshoch mehr als 60 Prozent an Wert verloren. Der Hauptgrund für diese Diskrepanz liegt in der Bewertung: Der Aufschlag zum Nettoinventarwert (NAV) ist drastisch gesunken. Lag dieser Multiplikator Ende 2024 noch beim 2,4-fachen, so ist er im Januar 2026 auf etwa das 1,1-fache zusammengeschmolzen.

Marktbeobachter sehen hierfür zwei wesentliche Ursachen:
* Institutionelle Sorgen: Investoren fürchten die hohe Hebelwirkung (Leverage) in einer volatilen Marktphase.
* Wettbewerb: Mittlerweile kopieren über 100 Konkurrenten das Treasury-Modell von Strategy, was die Alleinstellung des Unternehmens als "Bitcoin-Proxy" verwässert.

Analysten sehen Verdreifachungspotenzial

Trotz der pessimistischen Kursentwicklung bleiben einige Analysten optimistisch. TD Cowen hält an einem Kursziel von 440 Dollar fest – was fast einer Verdreifachung des aktuellen Niveaus entspräche. Die Begründung: Strategy könne den Bitcoin-Bestand pro Aktie auch ohne hohen Handelsaufschlag steigern. Zudem habe das Unternehmen seine Finanzierungsstruktur angepasst. Statt auf Wandelanleihen setzt man vermehrt auf unbefristetes Vorzugskapital (Perpetual Preferred Equity), was das Refinanzierungsrisiko senkt, da keine festen Fälligkeitstermine drücken.

Das kommende Schlüsdatum ist der 5. Februar 2026. Dann wird das Unternehmen seine Zahlen für das vierte Quartal vorlegen und zeigen müssen, ob die Strategie in einem Umfeld sinkender Bewertungen weiterhin tragfähig ist.

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