Zwei Meilensteine in einer Woche: Vulcan Energy hat die erste Lithium-Produktionslizenz erhalten, die je im Oberrheinischen Tiefland vergeben wurde — und zwar für das Kernprojekt Lionheart im Bundesland Rheinland-Pfalz. Nur wenige Tage später folgt die Aufnahme in den S&P/ASX 200. Trotzdem steht die Aktie seit Jahresbeginn rund 30 Prozent im Minus.

Was die LiThermEx-Lizenz bedeutet

Die Genehmigung, bekannt als LiThermEx, gilt zunächst für sechs Jahre und deckt das Geothermieprojekt Insheim ab, wo bereits erneuerbare Wärme und Strom erzeugt werden. Vulcan plant, die Laufzeit auf 30 Jahre auszudehnen — entsprechend der geplanten Projektlaufzeit von Lionheart. Weitere Produktionslizenzen für den restlichen Lionheart-Bereich sollen folgen.

Deutschland gilt als besonders strenger Regulierer bei der Rohstoffgewinnung. Dass die Behörden in Rheinland-Pfalz grünes Licht gegeben haben, signalisiert, dass das Projekt wesentliche regulatorische Hürden genommen hat.

Lionheart zielt auf eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat ab — genug für rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien. Hinzu kommen 275 GWh erneuerbarer Strom und 560 GWh Wärme für lokale Abnehmer. Das Projekt ist nach einer Finanzierung von 2,2 Milliarden Euro im Dezember 2025 vollständig finanziert und befindet sich im Bau. Der angestrebte Produktionsstart bleibt 2028.

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ASX 200 und wachsendes institutionelles Interesse

Ab dem 23. März 2026 wird Vulcan Energy im Rahmen der quartalsweisen Neugewichtung in den S&P/ASX 200 aufgenommen. Passiv verwaltete Fonds und indexgebundene Mandate müssen die Aktie dann in ihre Portfolios aufnehmen, was die Handelsliquidität verbessern dürfte. Für ein Unternehmen im Klimatechnologie-Bereich bedeutet die Indexaufnahme zudem eine breitere institutionelle Sichtbarkeit.

Dass die Investmentgesellschaft Van Eck ihre Stimmrechte an Vulcan zuletzt auf über fünf Prozent erhöht hat, deutet auf wachsendes institutionelles Interesse hin.

Ausführung bleibt entscheidend

Die Aktie legte nach der Lizenzbekanntmachung am Mittwoch zwar leicht zu, bewegt sich mit einem Kurs von 1,83 Euro jedoch auf dem Niveau ihres 52-Wochen-Tiefs. Ausstehende Profitabilität, vergangene Verwässerung und die Risiken eines Großbauprojekts bleiben die zentralen Belastungsfaktoren.

Die nächsten Monate werden zeigen, ob Vulcan die Baufortschritte bei Phase Eins von Lionheart planmäßig liefern kann — das ist der Maßstab, an dem Anleger das Unternehmen messen werden.

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