Standard Lithium und sein Partner Equinor haben für ihr Vorzeigeprojekt in Arkansas einen entscheidenden finanziellen Meilenstein erreicht. Wichtige Kreditgeber signalisieren Interesse, über eine Milliarde US-Dollar Fremdkapital bereitzustellen. Doch anstatt in Euphorie auszubrechen, reagiert der Aktienkurs am heutigen Donnerstag verhalten. Anleger fragen sich: Reicht dieses Paket aus, um die Produktion bis 2028 sicherzustellen?

Das Finanzierungspaket im Detail

Das Joint Venture „Smackover Lithium“, an dem Standard Lithium 55 Prozent hält, hat konkrete Interessensbekundungen von drei großen Exportkreditagenturen erhalten. Dazu gehören die Export-Import Bank of the United States (EXIM) und Export Finance Norway (Eksfin). Insgesamt beläuft sich das in Aussicht gestellte Fremdkapital auf über eine Milliarde US-Dollar.

Diese Summe ist essenziell für den Bau der ersten Phase des „South West Arkansas Project“. Die geschätzten Investitionskosten (CapEx) liegen laut Machbarkeitsstudie bei rund 1,45 Milliarden US-Dollar. CEO David Park betonte, dass die Konditionen wettbewerbsfähig seien und das angestrebte Verschuldungsziel für das Projekt sogar übertreffen.

Puzzleteile fügen sich zusammen

Die Finanzierungsstruktur gewinnt damit an Kontur. Bereits im Januar 2025 hatte das US-Energieministerium (DOE) einen Zuschuss in Höhe von 225 Millionen US-Dollar bewilligt. Die verbleibenden Kosten sollen durch das nun avisierte Fremdkapital sowie anteilige Eigenkapitalbeiträge der Partner gedeckt werden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Standard Lithium?

Der Zeitplan des Unternehmens bleibt ambitioniert: Nach der endgültigen Investitionsentscheidung (Final Investment Decision) soll der Bau 2026 beginnen. Die Produktion von Lithium mittels der direkten Lithiumextraktion (DLE) – einer Technologie, die ohne riesige Verdunstungsbecken auskommt – ist für 2028 geplant. Das Projekt soll in der Anfangsphase über 100 Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Anleger bleiben vorsichtig

Trotz der fundamentalen Fortschritte zeigt sich die Aktie kurzfristig unbeeindruckt. Der Titel notiert aktuell bei 4,53 Euro und hat seit Jahresanfang 5,23 Prozent an Wert eingebüßt. Ein Blick auf die technischen Indikatoren könnte die Zurückhaltung erklären: Der RSI (Relative Strength Index) liegt mit einem Wert von 20,5 im deutlich überverkauften Bereich, was oft auf eine kurzfristige Übertreibung nach unten hindeutet.

Langfristig sieht das Bild anders aus: Auf Sicht von 12 Monaten liegt die Aktie mit über 177 Prozent im Plus. Die aktuelle Konsolidierung findet also auf hohem Niveau statt, wobei der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt (3,83 Euro) zeigt, dass der Trend noch intakt ist.

Wichtige Hürde genommen

Mit den Finanzierungszusagen im Rücken und den bereits geklärten Lizenzfragen mit Landbesitzern in Arkansas scheint der Weg für die Bauphase geebnet. Der nächste entscheidende Schritt für Anleger ist nun die formelle finale Investitionsentscheidung, die den Startschuss für die Bauarbeiten im laufenden Jahr geben würde.

Standard Lithium-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Standard Lithium-Analyse vom 08. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Standard Lithium-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Standard Lithium-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Standard Lithium: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...