Ein historischer Auftragsbestand von über 32 Milliarden Franken überstrahlt beim Schweizer Zugbauer die durchwachsenen Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Während Lieferkettenprobleme und die Nachwehen der Valencia-Flutkatastrophe den Cashflow tief ins Minus drückten, blickt das Management äußerst optimistisch auf 2026. Anleger honorieren die ambitionierte Umsatzprognose mit spürbaren Kursaufschlägen.

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Licht und Schatten in der Bilanz

Der am Mittwoch vorgelegte Geschäftsbericht für 2025 zeichnet ein zweigeteiltes Bild. Einerseits kletterte der Umsatz währungsbereinigt um 15 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken. Auch der Reingewinn verdoppelte sich nahezu auf 100,7 Millionen Franken. Andererseits verfehlte das Unternehmen damit die Gewinnerwartungen der Analysten deutlich. Ein starker Schweizer Franken sowie hohe Belastungen durch die Flut in Valencia rissen den Free Cashflow auf minus 588,4 Millionen Franken hinab. Nachdem der Titel erst am Dienstag bei 19,90 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markierte, stützen die neuen Aussichten den Kurs nun wieder. Aktuell notiert das Papier bei 21,58 Euro.

Volle Auftragsbücher als Wachstumstreiber

Das Fundament für die anziehende Zuversicht bildet der beispiellose Auftragsbestand von 32,3 Milliarden Franken. Diese gewaltige Pipeline soll im laufenden Jahr für einen Umsatzsprung auf deutlich über fünf Milliarden Franken sorgen. Gleichzeitig peilt das Management für 2026 eine EBIT-Marge von über fünf Prozent an. Um diese Profitabilität zu erreichen, greift ein Effizienzprogramm im Berliner Werk, wo Beschäftigte für eine Standortsicherung ihre wöchentliche Arbeitszeit verlängert haben. Auch gegen US-Strafzölle hat sich der Konzern durch eine neue Aluminiumschweisserei in Salt Lake City und einen lokalen Wertschöpfungsanteil von über 70 Prozent rechtzeitig abgesichert.

Mittelfristig plant Stadler bei stabilen Lieferketten eine EBIT-Marge von sechs bis acht Prozent. Die Zürcher Kantonalbank wertet die erstmalig ausgegebene Margen-Guidance als positives Signal, das bisher nicht in der Bewertung eingepreist war. Um das Vertrauen der Investoren nachhaltig zu festigen, muss der Konzern in den kommenden Quartalen nun beweisen, dass die historisch hohe Auslastung tatsächlich in einen deutlich positiven freien Cashflow mündet.

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