Stadler Rail Aktie: Großauftrag sichert Auslastung
Ein Milliardenauftrag aus Dänemark bringt frischen Rückenwind für Stadler Rail. Gemeinsam mit Siemens hat sich der Schweizer Zugbauer einen langfristigen Großdeal bei den Dänischen Staatsbahnen gesichert – inklusive 30-jährigem Servicepaket. Spannend ist dabei nicht nur das Volumen, sondern auch die Signalwirkung für die Positionierung im automatisierten Bahnverkehr.
Milliardenprojekt für Kopenhagen
Am 15. Januar 2026 erhielt ein Konsortium aus Stadler Rail und Siemens Mobility den Zuschlag für die umfassende Modernisierung der S-Bahn in Kopenhagen. Der Auftrag umfasst:
- Lieferung von mindestens 226 elektrischen S-Bahn-Zügen
- Vollautomatischer, fahrerloser Betrieb der neuen Fahrzeuge
- Instandhaltung über einen Zeitraum von 30 Jahren
- Vertragsvolumen von rund 2,9 Milliarden Schweizer Franken (ca. 23 Mrd. DKK)
Die Züge sollen ab 2032 schrittweise in Betrieb gehen und die Kapazität des Kopenhagener S-Bahn-Netzes deutlich erhöhen. Für Stadler bedeutet dies eine sehr langfristige Visibilität in Produktion und Service, ein Bereich, der regelmäßig stabilere Margen liefert als das reine Neufahrzeuggeschäft.
Strategische Bedeutung und Kooperation mit Siemens
Der Deal ist einer der größten Aufträge in der jüngeren Geschichte von Stadler und hat gleich mehrere strategische Ebenen:
- Langfristige Auslastung: Die Fertigung der 226 Züge streckt sich über viele Jahre. Hinzu kommen planbare Service-Einnahmen über drei Jahrzehnte – ein wichtiger Stabilitätsanker in einem zyklischen Markt.
- Technologischer Nachweis: Die Züge sind für vollautomatischen Betrieb ausgelegt. Stadler stärkt damit seine Referenzliste im zukunftsträchtigen Segment fahrerloser Bahnsysteme, das in vielen Metropolen an Bedeutung gewinnt.
- Signal im Wettbewerbsumfeld: Besonders bemerkenswert ist die enge Kooperation mit Siemens. Noch im November 2025 standen sich beide Unternehmen als direkte Konkurrenten um einen Großauftrag der SBB gegenüber, dessen Vergabe an Siemens von Stadler angefochten wurde. Nun treten sie gemeinsam auf und zeigen, dass trotz harter Konkurrenz pragmatische Allianzen möglich sind, wenn es um komplexe Großprojekte geht.
Für künftige Ausschreibungen im Bereich automatisierter Netze ist ein solches Referenzprojekt in einer europäischen Hauptstadt ein schlagkräftiges Argument.
Aktie: Langfristiger Impuls trotz schwachem Jahr
An der Börse spiegelt sich das Bild bislang nur vorsichtig wider. Der Kurs liegt mit 21,45 Euro auf dem Niveau des gestrigen Schlusskurses. Auf Sicht von sieben Tagen ergibt sich ein leichtes Plus von 0,23 %, in den vergangenen 30 Tagen ein Zuwachs von 2,53 %. Seit Jahresanfang steht jedoch ein Rückgang von 17,82 % zu Buche.
Im Chart bleibt der Titel damit klar unter dem 52‑Wochen-Hoch von 26,10 Euro, der Abstand beträgt rund 18 %. Gleichzeitig ist der Spielraum nach unten zum 52‑Wochen-Tief bei 20,12 Euro mit gut 6,6 % begrenzt. Der Kurs notiert zudem mit etwa 3,3 % unter dem 50‑Tage-Durchschnitt (22,18 Euro), während der 100‑Tage-Durchschnitt bei 21,80 Euro verläuft. Ein RSI von 36,9 signalisiert eine tendenziell schwache, aber noch nicht überverkaufte Phase.
Die Aktie hat damit ein schwieriges Jahr hinter sich und bewegt sich in einer Zone, in der positive operative Impulse an der Börse durchaus Wirkung entfalten können.
Ausblick: Zahlen im März im Fokus
Operativ dürfte der Kopenhagen-Auftrag die mittelfristige Planung von Stadler stützen und die Wahrnehmung im Bereich automatisierter Systeme stärken. Kurstreibend wirkt ein solcher Deal aber meist erst dann voll durch, wenn sich Effekte in Auftragseingang, Backlog und Marge konkret in den Zahlen niederschlagen.
Der nächste wichtige Termin ist die Vorlage der Jahresergebnisse 2025 am 18. März 2026. Dann wird sich zeigen, wie Stadler den aktuellen Großauftrag in den Auftragsbestand einordnet und welche Hinweise das Management zur erwarteten Umsatz- und Ergebnisentwicklung für die kommenden Jahre gibt. Für die Einordnung der Aktie wird damit die Kombination aus dem nun gesicherten Langfristvolumen und dem Ausblick im März entscheidend sein.
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