Masayoshi Son kennt offenbar keine Grenzen. Um seine Dominanz im Bereich der künstlichen Intelligenz zu zementieren, plant die SoftBank Group eine historische Kreditaufnahme. Doch die Ratingagenturen schlagen bereits Alarm: Überdehnt der Tech-Gigant für seine Vision seine Bilanz?

All-In auf OpenAI

SoftBank strebt einen Kredit in Höhe von bis zu 40 Milliarden US-Dollar an. Es wäre die größte rein in Dollar denominierte Kreditaufnahme in der Geschichte des Konzerns. Das frische Kapital dient primär einem Ziel: Der massiven Aufstockung der Beteiligung am US-Technologieführer OpenAI. Ein Konsortium unter Führung von JPMorgan Chase & Co. organisiert die auf zwölf Monate angelegte Brückenfinanzierung.

Dieser aggressive Schritt bleibt nicht ohne Folgen für die Bonitätsbewertung. S&P Global senkte den Ausblick für SoftBank bereits von "stabil" auf "negativ". Zwar wurde das Rating "BB+" bestätigt, doch die Analysten warnen vor einer Verschlechterung der Liquidität. Pläne für weitere Investitionen in Höhe von 30 Milliarden Dollar in OpenAI könnten die Qualität der Vermögenswerte belasten, nachdem bereits zuvor enorme Summen in das KI-Startup flossen.

Warnsignale am Anleihemarkt

Die Reaktion der Kreditmärkte fiel prompt und deutlich aus. Die Kosten für die Absicherung gegen einen Zahlungsausfall (Credit Default Swaps, CDS) der SoftBank Group kletterten auf ein 11-Monats-Hoch. Mit rund 355 Basispunkten liegen die Risikoprämien damit etwa 100 Basispunkte über denen von Nissan Motor Co. und sind so hoch wie bei keinem anderen japanischen Großunternehmen.

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Der Markt preist hier eine wachsende Sorge um die Bilanzstruktur ein. Das Kapital fließt zunehmend in illiquide KI-Positionen, deren Monetarisierung Zeit benötigt. S&P merkte an, dass die Wiederherstellung der Liquidität länger dauern könnte als erwartet.

Liquidität durch Börsengang

Um den gewaltigen Kapitalhunger zu stillen, aktiviert SoftBank sein bestehendes Portfolio. Die Tochter PayPay steht unmittelbar vor dem größten US-Börsengang eines japanischen Unternehmens. Durch die Ausgabe von American Depositary Receipts (ADRs) in einer Preisspanne von 17 bis 20 US-Dollar sollen bis zu 1,1 Milliarden Dollar eingesammelt werden.

Zusätzlich zur Software-Offensive treibt SoftBank auch die Hardware-Seite voran. Die geplante Übernahme der Robotik-Sparte von ABB für über 5,3 Milliarden Dollar soll den Bereich "Physical AI" stärken. Dieser Deal, der voraussichtlich Mitte bis Ende 2026 abgeschlossen wird, soll die KI-Kompetenz des Konzerns mit physischer Robotik verknüpfen.

Die kommenden Tage sind entscheidend für die Finanzierungsstrategie des Konzerns. Mit der erwarteten Preisfestsetzung des PayPay-IPOs am 11. März und der laufenden Syndizierung des Mega-Kredits muss SoftBank beweisen, dass die aggressive Expansion gestemmt werden kann, ohne das Kreditrating weiter zu gefährden.

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