SoftBank Aktie: Rekordkredit für OpenAI
SoftBank Group treibt seine Wette auf künstliche Intelligenz auf die Spitze. Der japanische Technologiekonzern verhandelt über einen Kredit von bis zu 40 Milliarden Dollar – die größte Dollar-Kreditaufnahme der Unternehmensgeschichte. Das Geld soll vor allem die Investition in OpenAI finanzieren. Ratingagenturen reagieren alarmiert, die Kreditausfallversicherungen des Konzerns steigen auf Jahreshöchststände.
40-Milliarden-Brücke mit Laufzeit von zwölf Monaten
Die geplante Brückenfinanzierung hat eine Laufzeit von rund zwölf Monaten. Vier Banken, darunter JPMorgan Chase, zeichnen die Fazilität. Die Verhandlungen laufen noch, Details können sich ändern.
Der Kredit folgt auf die jüngste Finanzierungsrunde von OpenAI, bei der Amazon, Nvidia und SoftBank insgesamt 110 Milliarden Dollar zugesagt haben. Die Bewertung des ChatGPT-Herstellers kletterte damit auf etwa 730 Milliarden Dollar – eine der höchsten Bewertungen für ein privates Technologieunternehmen überhaupt.
Mit der neuen Investition von 30 Milliarden Dollar erhöht SoftBank sein OpenAI-Engagement auf über 60 Milliarden Dollar. Ende Dezember 2025 hielt der Konzern etwa 11 Prozent an dem KI-Start-up. Um die Investitionen zu stemmen, verkaufte SoftBank unter anderem Nvidia-Anteile. OpenAI zählt nun neben dem rund 90-prozentigen Anteil am Chipdesigner Arm Holdings zu den größten Beteiligungen im Portfolio.
S&P senkt Ausblick – CDS auf Elfmonatshoch
Die Ratingagentur S&P Global stufte den Ausblick für SoftBank von „stabil" auf „negativ" herunter. Die zusätzlichen 30 Milliarden Dollar für OpenAI könnten die Liquidität und die Qualität der Vermögenswerte belasten, so die Begründung. Das langfristige Rating von „BB+" blieb zunächst bestehen. S&P geht davon aus, dass SoftBank negative Effekte durch den Verkauf von Assets begrenzen kann.
Die Kreditausfallversicherungen des Konzerns weiteten sich auf etwa 355 Basispunkte aus – der höchste Stand seit April 2025. Damit liegen die CDS-Spreads rund 100 Basispunkte über denen von Nissan Motor. SoftBank weist unter den japanischen Großkonzernen das mit Abstand höchste Kreditrisiko auf.
Analysten von Bloomberg Intelligence rechnen damit, dass SoftBank seit 2025 über 70 Milliarden Dollar in KI-Investitionen gesteckt hat – finanziert durch Schulden und Vermögensverkäufe. Die Bilanz des Konzerns sei dadurch stärker an die Entwicklung der KI-Branche und einen möglichen Börsengang von OpenAI gekoppelt.
Breiter KI-Infrastruktur-Aufbau
SoftBank beschränkt sich nicht auf OpenAI. Gemeinsam mit dem KI-Unternehmen investierte der Konzern eine Milliarde Dollar in SB Energy, das Rechenzentren für Technologiekonzerne in den USA aufbaut. Darüber hinaus übernahm SoftBank den US-Chipdesigner Ampere Computing für 6,5 Milliarden Dollar und schlug die Übernahme der Robotiksparte von ABB für 5,4 Milliarden Dollar vor.
Zudem arbeitet SoftBank mit OpenAI am Stargate-Projekt, einer Initiative zum Aufbau von KI-Infrastruktur in großem Maßstab.
PayPay strebt Milliarden-Börsengang an
Parallel zur OpenAI-Finanzierung bereitet SoftBanks Zahlungstochter PayPay einen US-Börsengang vor. Das Unternehmen und ein Arm des SoftBank Vision Fund II wollen bis zu 1,1 Milliarden Dollar einsammeln – der bislang größte US-IPO eines japanischen Unternehmens. PayPay bietet 31,1 Millionen American Depositary Receipts an, während der Vision Fund 23,9 Millionen ADRs verkauft. Die Preisspanne liegt zwischen 17 und 20 Dollar je ADR.
Konzentration auf zwei Schwergewichte
OpenAI und Arm Holdings dominieren mittlerweile SoftBanks Portfolio. Die Marktbewertung des Konzerns hängt zunehmend davon ab, ob OpenAIs Modelle sich gegen Konkurrenten wie Googles Gemini oder Anthropics Claude durchsetzen können.
S&P sieht wenig Spielraum unter der Grenze von 35 Prozent für das bereinigte Loan-to-Value-Verhältnis. Die Verschuldung steigt, die Qualität der Vermögenswerte verschlechtert sich. Am 7. Mai 2026 legt SoftBank die nächsten Quartalszahlen vor.
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