Der chinesische Elektroauto-Riese BYD kämpft im Heimatmarkt mit sinkenden Absatzzahlen, doch Analysten sehen zunehmend Licht am Ende des Tunnels. Die Investmentbank Jefferies sorgte am Mittwoch für neue Zuversicht, indem sie das Kursziel anhob und auf eine robuste internationale Strategie verwies. Kann das stark wachsende Auslandsgeschäft die heimische Schwäche kompensieren?

Analysten sehen Bodenbildung

Die Experten von Jefferies haben ihr Kursziel für die in Hongkong gelisteten H-Aktien von BYD auf 105 HKD angehoben und die A-Aktien auf „Hold“ hochgestuft. Der Tenor der Analyse ist deutlich: Die jüngste Korrektur der Aktie um rund 40 Prozent habe die bestehenden Risiken weitgehend eingepreist.

Zwar senkte die Bank gleichzeitig ihre Nettogewinnprognosen für 2025 auf 33 Milliarden RMB und für 2026 auf 40 Milliarden RMB, doch der Fokus richtet sich auf kommende Impulse. Als zentralen Katalysator identifizieren die Analysten den für Ende Februar oder Anfang März 2026 erwarteten „Tech Day“. Hier dürfte der Konzern Technologien der nächsten Generation präsentieren, die neue Kaufanreize schaffen könnten.

Export als Rettungsanker

Die Wachstumshoffnungen ruhen nun fast vollständig auf dem internationalen Geschäft. Jefferies prognostiziert für das laufende Jahr ein Exportvolumen von 1,5 Millionen Fahrzeugen, was einem Anstieg von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Diese Expansion ist dringend notwendig, da BYD im chinesischen Heimatmarkt zuletzt Federn lassen musste. Der dortige Marktanteil sank von 34 auf 27 Prozent, und die Januar-Verkäufe in China gingen um rund 30 Prozent zurück.

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Ein völlig anderes Bild zeigt sich in Europa: In Deutschland explodierten die Verkaufszahlen im Januar 2026 förmlich. Mit 2.629 verkauften Einheiten verzeichnete BYD ein Plus von über 1.000 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit ließen die Chinesen sogar den US-Konkurrenten Tesla hinter sich, der in mehreren europäischen Regionen mit rückläufigen Volumina zu kämpfen hat.

Neue Technik für den Weltmarkt

Passend zur Export-Strategie stellte BYD heute den Atto 3 Evo für den australischen Markt vor. Das Update eines der meistverkauften Global-Modelle bringt den Wechsel auf eine 800-Volt-Architektur mit sich. Dies ermöglicht deutlich kürzere Ladezeiten: Der Akku soll in nur 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden können.

Um das internationale Wachstum logistisch zu bewältigen, plant das Unternehmen zudem massive Investitionen in die Infrastruktur. Berichten zufolge soll das deutsche Händlernetz von 120 auf 300 Standorte ausgebaut werden. Ab dem Frühjahr 2026 ist zudem die Einführung der „Megawatt Flash Charging“-Technologie vorgesehen, die Ladeleistungen von bis zu 1.000 kW ermöglichen soll.

Ausblick

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die technologische Offensive Früchte trägt. Investoren blicken nun gespannt auf den angekündigten „Tech Day“ im späten Februar, der weitere Details zur langfristigen Produktpipeline liefern dürfte. Entscheidend für den Aktienkurs bleibt, ob die starken Wachstumsraten im Ausland die Margendruck im chinesischen Kerngeschäft dauerhaft ausgleichen können.

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