Ethereum hat diese Woche zwei bemerkenswerte Meilensteine erreicht: Die Staking-Quote überschritt erstmals 30 Prozent der Gesamtmenge, während die Ethereum Foundation am 11. Februar 2026 ihren ersten L1-zkEVM-Workshop abhielt. Beide Entwicklungen markieren einen strukturellen Wendepunkt für das Netzwerk – technologisch wie ökonomisch.

Zero-Knowledge-Beweise: Ethereum plant fundamentalen Umbau

Die Ethereum Foundation hat mit dem L1-zkEVM-Workshop den offiziellen Startschuss für eine tiefgreifende Architekturänderung gegeben. Statt wie bisher jede Transaktion neu auszuführen, sollen Validatoren künftig nur noch kryptografische Beweise überprüfen – sogenannte Zero-Knowledge-Proofs.

Der Workshop behandelte sechs Kernthemen, darunter die Standardisierung von Execution Witnesses, zkVM-Client-APIs sowie die Integration in die Konsensschicht. Im Zentrum steht der neue Vorschlag EIP-8025, der es Validatoren ermöglichen würde, die Gültigkeit von Blöcken allein durch das Prüfen kryptografischer Beweise zu bestätigen – ohne einen vollständigen Execution-Client betreiben zu müssen.

Die erwarteten Vorteile:

  • Deutlich niedrigere Hardware-Anforderungen für Node-Betreiber
  • Synchronisationszeit sinkt von Stunden auf Minuten
  • Höheres Gas-Limit ohne Einbußen bei der Dezentralisierung möglich

Die Umsetzung hängt von ePBS (proposer-builder separation) ab, das mit dem kommenden Glamsterdam-Hard-Fork implementiert werden soll. Eine verpflichtende Umstellung auf Proof-basierte Validierung ist für 2027 geplant.

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Staking-Quote erreicht Allzeithoch

Parallel zum technischen Fortschritt hat Ethereum am 11. Februar 2026 eine weitere Schwelle überschritten: Erstmals sind mehr als 30 Prozent des gesamten ETH-Angebots im Staking gebunden. Laut Daten von Token Terminal spiegelt diese Rekordbeteiligung das wachsende Engagement institutioneller und privater Anleger wider.

Der Anstieg signalisiert eine Verschiebung in der Investment-These: Weg von reiner Preisspekulation, hin zu Rendite-Generierung durch Staking-Produkte. Große Vermögensverwalter bieten zunehmend anpassbare Vaults und Staking-Lösungen an, über die institutionelles Kapital in das Netzwerk fließt.

BitMine stockt auf – Treasury überschreitet 10 Milliarden Dollar

Auch auf Unternehmensseite setzt sich die Akkumulation fort. BitMine Immersion Technologies, deren Verwaltungsratsvorsitzender Thomas Lee von Fundstrat ist, kaufte am 10. Februar weitere 40.000 ETH für rund 83,4 Millionen Dollar. Laut On-Chain-Daten von Arkham Intelligence folgt dies auf einen früheren Kauf von 40.000 ETH in der Vorwoche.

BitMine gab bekannt, dass der Wert der Treasury-Bestände die Marke von 10 Milliarden Dollar überschritten hat – Ethereum dient dabei als primäres Reservevermögen. Lee hatte auf der Consensus Hong Kong 2026 am 11. Februar angemerkt, dass ETH historisch „V-förmige Erholungen von wichtigen Tiefs" zeigt, nachdem Rückgänge von 50 Prozent oder mehr durchlaufen wurden.

Was der Umbau für Layer 2 bedeutet

Die L1-zkEVM-Entwicklung kommt nicht nur Layer-1-Validatoren zugute. Auch Layer-2-Rollups und zkVM-Anbieter wie ZisK, openVM und RISC Zero profitieren von der Standardisierung. Sie beweisen bereits Ethereum-Blöcke und können auf die gleiche Infrastruktur zurückgreifen, die auch für L1-Validatoren entwickelt wird.

Der Workshop vom 11. Februar markiert den Auftakt zur Roadmap 2026, die Block-Validierung optional, Proof-basiert und effizienter zu gestalten. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die Implementierung nach Plan verläuft – für 2027 ist die verpflichtende Umstellung vorgesehen.

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