Die Aktie der SoftBank Group geriet am Donnerstag unter Druck. Auslöser war der Quartalsbericht der Tochtergesellschaft Arm Holdings, deren Lizenzgeschäft enttäuschte. Der britische Chipdesigner, an dem SoftBank die Mehrheit hält, verfehlte die Erwartungen in einem entscheidenden Bereich – und das bekam der japanische Technologiekonzern unmittelbar zu spüren.

Lizenzerlöse verfehlen Ziel

Arm meldete für das dritte Geschäftsquartal einen Umsatzanstieg von 26 Prozent auf 1,24 Milliarden Dollar. Doch ein genauerer Blick offenbarte die Schwachstelle: Die Lizenzeinnahmen, die Arm für den Zugang zu seiner Chip-Technologie kassiert, beliefen sich auf 505 Millionen Dollar – weniger als von der Wall Street erwartet.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Gesamtumsatz: 1,24 Mrd. Dollar (+26 % im Jahresvergleich)
  • Lizenzerlöse: 505 Mio. Dollar (unter Erwartungen)
  • Royalty-Erlöse: 737 Mio. Dollar (+27 %, Rekordwert)
  • Bereinigte Gewinne: leicht über Prognosen

Während die Lizenzeinnahmen schwächelten, entwickelten sich die Royalty-Erlöse dynamisch. Dieser Erlösposten, der pro verkauftem Chip mit Arm-Technologie anfällt, kletterte um 27 Prozent auf den Rekordwert von 737 Millionen Dollar. Treiber waren die starke Nachfrage aus den Bereichen KI, Rechenzentren und Smartphones.

KI-Sektor verunsichert

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Die Enttäuschung bei den Lizenzerlösen überschattete die positiven Aspekte. Arm-Aktien brachen im nachbörslichen Handel ein – und zogen SoftBank mit nach unten. Erschwerend kam hinzu, dass der gesamte Technologiesektor am Donnerstag schwächelte. Die wachsende Unsicherheit rund um den KI-Markt belastete zusätzlich.

Für SoftBank kommt die verstärkte Konkurrenz für OpenAI, an dem der Konzern ebenfalls beteiligt ist, zur Unzeit. Wettbewerber wie Google intensivieren ihre Anstrengungen im KI-Bereich. Die Performance von Arm ist für SoftBank besonders bedeutsam, nachdem der Chipdesigner 2023 an die Börse zurückgekehrt war.

Strategische Schritte laufen weiter

Parallel zu den Kursturbulenzen treibt SoftBank seine Technologie-Strategie voran. Anfang Februar gab die Tochter SAIMEMORY eine Kooperation mit Intel bekannt. Ziel ist die Entwicklung von Speichertechnologie der nächsten Generation für KI-Anwendungen, Marktstart angepeilt um 2029. Ende Januar kursierten zudem Berichte über Gespräche für eine weitere substanzielle Investition in OpenAI.

Am 11. Februar folgen die Quartalszahlen von SoftBank selbst. Bis dahin dürfte die Entwicklung bei Arm und im breiteren KI-Sektor die Aktie weiter bewegen.

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