Die Palantir-Aktie steht massiv unter Druck. Über sieben Prozent verliert der Titel heute kurz nach US-Handelsstart und fällt zeitweise auf 129 Dollar. Die Korrektur der vergangenen Tage war kein Ausrutscher – sie beschleunigt sich. Zwei Faktoren treffen das Papier gleichzeitig: eine branchenweite Rotation aus teuren Software-Werten und ausgerechnet eine Technologie, die Palantir selbst vorantreibt.

KI-Revolution frisst ihre Kinder

Anthropic, der Entwickler des Chatbots Claude, hat mit seinem jüngsten Automatisierungs-Push eine Schockwelle durch die IT-Branche geschickt. Analysten warnen nun eindringlich: Die rasanten KI-Fortschritte könnten die hochmargigen Anwendungsdienste des Sektors strukturell erodieren. Besonders brisant: Palantir wird in diesem Kontext explizit als Teil des Problems genannt.

Jefferies bringt es auf den Punkt: "Es kommt noch mehr Schmerz auf IT-Unternehmen zu." Die Investmentbank betont, dass KI-Tools wie die von Anthropic und Palantir zeigen, wie Application-Service-Umsätze – die bei vielen Firmen 40 bis 70 Prozent der Erlöse ausmachen – unter Druck geraten könnten. Die Ironie: Palantirs eigene KI-Plattform trägt zu Ängsten bei, die nun den eigenen Kurs belasten.

Die indischen Software-Exporteure haben es bereits zu spüren bekommen. Ihre Aktien stürzten am Mittwoch um sechs Prozent ab – der schlechteste Tag seit fast sechs Jahren. Der Grund: Sorgen über verkürzte Projektlaufzeiten und die Disruption des arbeitsintensiven Geschäftsmodells durch KI-Automatisierung.

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Bewertungs-Puffer geschmolzen

Die zweite Front für Palantir: Teuer bewertete Software-Aktien werden systematisch abverkauft. Risiko wird aus den Depots geholt, die Story allein reicht nicht mehr. Papiere ohne Bewertungs-Puffer trifft das besonders hart – und Palantir gehört definitiv dazu.

JPMorgan versucht zwar zu beruhigen. Die Bank hält die Sorgen um KI-Disruption zwar nicht für unbegründet, findet es aber "unlogisch", vom Launch einiger Tools darauf zu schließen, dass Unternehmen jede Schicht ihrer unternehmenskritischen Software ersetzen werden. Auch die indische Kotak Institutional Equities spricht von "viel Panik wegen eines kleinen Aufruhr".

Doch am Markt zählen heute andere Argumente. Während Palantir nach mehr Bürofläche in Manhattan sucht – das Unternehmen prüft große Mietflächen zusätzlich zu den aktuell rund 18.780 Quadratmetern – interessieren sich Investoren mehr für die Frage, ob die Bewertung noch zu rechtfertigen ist. Die charttechnische Situation verschlechtert sich zusehends.

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