SoftBank treibt seine KI-Strategie weiter nach vorn – und zwar mit einem möglichen Großscheck für OpenAI. Laut Berichten führt der Konzern Gespräche, um bis zu weitere 30 Milliarden US-Dollar zu investieren. Das würde die ohnehin schon große Beteiligung noch einmal deutlich ausbauen.

Neue Runde, neue Bewertung

Reuters berichtet unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person, SoftBank verhandle über eine Teilnahme an einer neuen Finanzierungsrunde. Diese könnte OpenAI insgesamt bis zu 100 Milliarden US-Dollar einbringen. Zu den diskutierten Konditionen würde OpenAI demnach mit rund 830 Milliarden US-Dollar bewertet.

Die Gespräche laufen weiter, Details können sich also noch ändern. SoftBank wollte sich dazu nicht äußern.

Wichtige Punkte auf einen Blick:
- Mögliche Zusatzinvestition: bis zu 30 Mrd. US-Dollar (in Verhandlung)
- Mögliche Finanzierungsrunde: bis zu 100 Mrd. US-Dollar
- Diskutierte Bewertung: ca. 830 Mrd. US-Dollar

41 Milliarden Dollar – und schon 11% Anteil

Der mögliche Nachschlag käme auf ein bereits sehr großes Engagement obendrauf. SoftBank teilte zum Jahresende mit, die Investitionszusage über 40 Milliarden US-Dollar in OpenAI über Vision Fund 2 vollständig finanziert zu haben. In der Mitteilung nennt das Unternehmen folgende Bausteine:

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  • 22,5 Mrd. US-Dollar zusätzlicher Investmentbetrag, abgeschlossen Ende Dezember
  • 7,5 Mrd. US-Dollar beim ersten Closing im April
  • 11 Mrd. US-Dollar von externen Co-Investoren
  • Insgesamt 41 Mrd. US-Dollar aggregierte Finanzierung
  • SoftBank hält damit rund 11% an OpenAI

Was zeigt diese Größenordnung? SoftBank zementiert seine Rolle als einer der wichtigsten Kapitalgeber – und bindet zugleich einen erheblichen Teil seiner Mittel an genau dieses KI-Ökosystem.

Stargate stärkt die Infrastruktur-Verbindung

Neben Eigenkapitalinvestments arbeiten beide Seiten auch operativ zusammen. Im Rahmen der „Stargate“-Initiative soll für Training und Betrieb („Inference“) von KI ein massiver Rechenzentrums-Ausbau entstehen – das Projekt wird mit 500 Milliarden US-Dollar beziffert.

Reuters berichtete im Januar, SoftBank und OpenAI hätten jeweils 500 Millionen US-Dollar in SB Energy investiert, eine SoftBank-Tochter. Ziel: Datenzentrum- und Strominfrastruktur für Stargate ausbauen. SB Energy soll dabei ein 1,2-Gigawatt-Rechenzentrumsareal in Texas für OpenAI bauen und betreiben.

Kursreaktion, Split und nächster Termin

Nach den Berichten über die möglichen zusätzlichen 30 Milliarden US-Dollar legte die SoftBank-Aktie laut Reuters im morgendlichen Handel in Tokio zu.

Wichtig im aktuellen Kursbild: Seit Jahresbeginn ist ein 4-zu-1-Aktiensplit wirksam, der bereits im November angekündigt wurde. Solche Splits ändern zwar nichts am Unternehmenswert, sorgen aber oft für optisch „niedrigere“ Kurse je Aktie.

Konkreter nächster Fixpunkt ist die Ergebnisveröffentlichung: SoftBank legt die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 am 12. Februar vor. Der Bericht umfasst die neun Monate bis zum 31. Dezember 2025 und dürfte zeigen, wie stark die OpenAI-Zusagen die Finanzposition bereits geprägt haben.

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