SoftBank Aktie: Kreditrisiko steigt
SoftBank treibt seine KI-Pläne mit hohem Tempo voran – und greift dafür tief in die Fremdfinanzierungskiste. Der Konzern soll laut Bericht einen Überbrückungskredit von bis zu 40 Mrd. US-Dollar anstreben, um seinen wachsenden Anteil an OpenAI zu finanzieren. Es wäre die größte Dollar-Finanzierung in der Firmengeschichte.
Vier große Banken sollen die Kreditlinie zeichnen, darunter JPMorgan Chase. Der Kredit ist demnach auf zwölf Monate ausgelegt und soll kurzfristig Liquidität für die zugesagten Zahlungen schaffen.
Milliarden für OpenAI – und ein großer Hebel
Hintergrund ist SoftBanks jüngste Zusage, im Laufe dieses Jahres weitere 30 Mrd. US-Dollar in den ChatGPT-Entwickler zu investieren. Damit würde sich die geplante Gesamtinvestition auf rund 64,6 Mrd. US-Dollar summieren. Nach Abschluss der Investitionen wird ein Anteil von 13% an OpenAI erwartet.
Der geplante Überbrückungskredit soll genau diese kurzfristige Finanzierungslücke schließen. Die Konstruktion zeigt, wie kapitalintensiv der Ausbau des KI-Portfolios inzwischen geworden ist.
Ratingdruck und ein Signal aus dem Kreditmarkt
Die schnelle Ausweitung der KI-Positionen bleibt am Kreditmarkt nicht ohne Folgen. S&P Global Ratings hat den Ausblick für SoftBank von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt, das langfristige Emittentenrating aber bei BB+ belassen. Zur Begründung verwies S&P darauf, dass die zusätzliche OpenAI-Investition die Wiederherstellung der Liquidität der Vermögenswerte und die Portfolioqualität verzögern dürfte.
Auch die Marktdaten spiegeln die gestiegene Risikowahrnehmung: Die fünfjährigen Credit Default Swaps (CDS) weiteten sich zuletzt auf rund 355 Basispunkte aus – ein Hoch der vergangenen elf Monate. Damit liegt SoftBank laut Bericht an der Spitze unter japanischen Unternehmen und etwa 100 Basispunkte über Nissan. S&P ordnete OpenAI zudem als eine der Beteiligungen mit der schwächsten Kreditqualität im Portfolio ein und verwies auf erhöhte Innovationsrisiken.
Verkäufe als Entlastung – oder IPO als Ausweg?
Ratingagenturen erwarten laut Bericht, dass SoftBank zur Entlastung Vermögenswerte verkaufen muss. Zeitpunkt und Umfang solcher Verkäufe bleiben jedoch offen. Bloomberg-Intelligence-Analysten beobachten zudem die Loan-to-Value-Quote (LTV) genau: Neue Schulden und Kapitalabflüsse könnten den selbst gesetzten Grenzwert von 25% auf geschätzte 27% bis 28% anheben.
Kann ein möglicher Börsengang von OpenAI die Lage mittelfristig entspannen? Laut Bericht würde ein IPO Liquidität ins Portfolio bringen und den aktuellen Kreditdruck mindern – bis dahin bleibt die kurzfristige Finanzierung über die bis zu 40 Mrd. US-Dollar das zentrale Instrument zur Umsetzung der Tech-Investitionen.
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