SoftBank Group gerät an den Kreditmärkten massiv unter Druck. Am 5. März 2026 weiteten sich die Credit Default Swaps auf den höchsten Stand seit knapp einem Jahr aus – direkte Folge des mittlerweile 64,6 Milliarden Dollar schweren OpenAI-Engagements. Die Ratingagentur S&P reagierte prompt und senkte den Ausblick auf negativ.

CDS-Spreads auf Elf-Monats-Hoch

Die fünfjährigen Credit Default Swaps von SoftBank kletterten auf rund 355 Basispunkte – der höchste Wert seit April 2025. Damit liegt der japanische Konzern etwa 100 Basispunkte über Nissan Motor und verzeichnet die weitesten Spreads unter allen japanischen Unternehmen.

Der Auslöser: S&P Global Ratings revidierte den Ausblick von stabil auf negativ, nachdem SoftBank weitere 30 Milliarden Dollar in OpenAI investierte. Die Agentur warnt, dass die Wiederherstellung der Asset-Liquidität und Portfolioqualität länger dauern könnte als erwartet.

S&P bestätigt BB+ – mit negativem Ausblick

S&P Global begründet die Herabstufung des Ausblicks mit der zusätzlichen 30-Milliarden-Dollar-Investition in OpenAI, die Liquidität und Kreditqualität belasten dürfte. Das langfristige Emittentenrating von BB+ bleibt zwar bestehen, doch die Agentur stellt klar: SoftBank könnte negative Auswirkungen nur durch Vermögensverkäufe begrenzen.

Mit der jüngsten Kapitalspritze steigt SoftBanks Gesamtinvestment in OpenAI auf 64,6 Milliarden Dollar – das entspricht einem Anteil von rund 13 Prozent. Die Investition erfolgt in drei Etappen bis Oktober über einen Konzernfonds.

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Aktie bricht im Vorbörslichen Handel ein

Die Turbulenzen schlagen auf die Aktie durch. Im vorbörslichen Handel an der Tokioter Börse fiel der Kurs heute um 7,16 Prozent auf 3.706 Yen. SoftBank war mit einem Handelsvolumen von knapp 60 Millionen Aktien der meistgehandelte Titel am JPX.

PayPay-Börsengang als Liquiditätshebel

Parallel zur Kreditmarkt-Anspannung treibt SoftBank eine wichtige Vermögensrealisierung voran. Die Tochter PayPay plant den bisher größten US-Börsengang eines japanischen Unternehmens. Ziel: bis zu 1,1 Milliarden Dollar einzusammeln.

PayPay bietet 31,1 Millionen American Depositary Receipts an, während ein Arm des SoftBank Vision Fund II weitere 23,9 Millionen ADRs verkauft. Die Preisfestlegung ist für den 11. März vorgesehen – ein Termin, der für die Liquiditätssituation von SoftBank entscheidend sein könnte.

Starke Quartalszahlen – aber mit Fragezeichen

Die jüngsten Finanzzahlen lesen sich auf den ersten Blick robust. Der Nettogewinn für die neun Monate bis Dezember 2025 erreichte 3,17 Billionen Yen (rund 20,7 Milliarden Dollar). Der Vision Fund schwenkte nach Vorjahresverlusten auf einen Gewinn von 3,6 Billionen Yen um.

Allerdings handelt es sich größtenteils um nicht realisierte Bewertungsgewinne statt operativer Cashflows. Die Nettomarge schnellte auf 47,9 Prozent hoch – getrieben von Einmaleffekten, während das Umsatzwachstum nachließ.

KI-Wette trifft auf Bilanz-Realität

SoftBank setzt mit seinem OpenAI-Engagement eine der größten Einzelwetten in der Geschichte der Technologiefinanzierung. Die S&P-Herabstufung und die ausgeweiteten CDS-Spreads zeigen die Spannung zwischen langfristiger KI-Überzeugung und kurzfristigem Bilanzmanagement.

Die nächsten Wochen bringen wichtige Signale: Am 11. März wird PayPay bepreist, am 7. Mai folgen die Quartalszahlen. Gelingt der PayPay-Börsengang, könnte dies die Liquiditätsbedenken von S&P adressieren. Der Kreditmarkt wird genau hinsehen.

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