Milliardeninvestitionen in britische Stromnetze und der gleichzeitige Ausbau grüner Rekordprojekte in Südamerika: Engie richtet sich konsequent neu aus. Dass die Ratingagentur S&P Global das langfristige Rating trotz der massiven Zukäufe bestätigt, verschafft dem Management den nötigen finanziellen Spielraum für die kommenden Jahre.

Milliarden-Deal unter dem S&P-Prüfstand

Die Bestätigung des „BBB+“-Ratings durch S&P Global ist ein wichtiges Signal für den Kapitalmarkt. Hintergrund ist die angekündigte Übernahme von UK Power Networks (UKPN) für einen Unternehmenswert von 15,8 Milliarden Britischen Pfund. Die Analysten werten den Deal positiv, da der britische Stromnetzbetreiber regulatorisch abgeschirmt bleibt und über eine eigenständige Finanzierung verfügt.

Wird sich die milliardenschwere Expansion in regulierte Cashflows für die Aktionäre auszahlen? Die bisherigen Schritte deuten darauf hin, denn Engie festigt damit Großbritannien als seinen zweitwichtigsten Markt. Zur teilweisen Finanzierung hat der Konzern bereits eine Kapitalerhöhung über rund 3 Milliarden Euro erfolgreich abgeschlossen. Dies stabilisiert die Bilanz, während die Integration von UKPN bis Mitte 2026 die Abhängigkeit von schwankenden Gaspreisen reduzieren soll.

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Solar- und Speicherrekorde in Übersee

Parallel zur Netz-Expansion in Europa treibt Engie die Energiewende in Schwellenländern voran. In Chile nahm die Tochtergesellschaft Engie Chile kürzlich mit „BESS Tocopilla“ ein Batteriespeichersystem in Betrieb, das über eine Kapazität von 660 MWh verfügt. Es ist das erste großskalige System des Unternehmens in der Region, das unabhängig von einem Kraftwerk operiert.

Zusätzlich meldete der Konzern den Vollzug beim Solarkomplex Assú Sol in Brasilien. Mit einer installierten Kapazität von 753 MW handelt es sich um den weltweit größten Solarpark im Portfolio von Engie. Diese Projekte untermauern das Ziel, die Kapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien massiv zu steigern und die Ertragsbasis zu verbreitern.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Die Aktie reagiert heute freundlich auf die Nachrichtenlage und notiert bei 26,64 Euro, was einem Plus von 0,72 Prozent entspricht. Trotz eines Rückgangs von rund 6 Prozent in den letzten sieben Tagen bleibt das Papier mit einem Plus von fast 16 Prozent seit Jahresbeginn gut im Rennen. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 29,69 Euro beträgt aktuell etwa 10 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2026 stellt der Vorstand einen wiederkehrenden Nettogewinn zwischen 4,6 und 5,2 Milliarden Euro in Aussicht. Langfristig ist die Messlatte noch höher gelegt: Bis 2028 soll dieser Wert auf bis zu 5,8 Milliarden Euro steigen. Maßgeblicher Treiber für dieses Wachstum bleibt die erfolgreiche Eingliederung der britischen Netzaktivitäten im Sommer 2026. Anleger können zudem für das abgelaufene Jahr 2025 mit einer Dividende von 1,35 Euro je Aktie planen.

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